Katzen in der Geschichte der Fotografie


Katzen in der Geschichte der Fotografie

Eine Katze lange genug stillhalten zu lassen, damit sie sich fotografieren lässt, ist schon heute nicht einfach. Vor knapp 200 Jahren war es fast unmöglich. Ein Blick darauf, wie sich die Fotografie und die Katze über die Jahrzehnte aneinander gewöhnt haben.

Als Katzen nicht stillhielten
Die ersten Fotografien, die Daguerreotypien, wurden 1839 vorgestellt. Die Platten waren so lichtunempfindlich, dass man mehrere Minuten belichten musste, später durch chemische Verbesserungen immerhin noch viele Sekunden. Menschen wurden dafür mit Kopfstützen fixiert, und trotzdem verwackelten viele Bilder. Bei Tieren war es noch schwieriger. Ein Hund auf einer Daguerreotypie von etwa 1846 hat sich bewegt, das Bild ist verzerrt. Ein anderer Hund, fotografiert um 1847, hielt dagegen etwa vier Minuten lang still. Das Foto zeigt „Miss Mary Mitford's dog".

Als wahrscheinlich ältestes erhaltenes Foto einer lebenden Katze gilt eine Daguerreotypie von etwa 1845, die eine Katze beim Trinken aus einer Schale zeigt. Ganz sicher lässt sich das nicht sagen. Um 1854 machte der Pfarrer Calvert Richard Jones eine Kalotypie einer Katze, und um 1860 entstand eine Daguerreotypie von William Henry Mason Jr. Frühe Katzenbilder gab es also, aber sie waren selten und entstanden mit viel Geduld.

Eines der frühesten Katzenbilder in einer Ausstellung des National Science and Media Museum in Bradford ist übrigens gar kein Foto einer lebendigen Katze. „Head of Cat" von J. M. Burbank aus den 1830er Jahren ist die fotografische Kopie einer Katzenstudie, die aussieht wie eine weiche Bleistiftzeichnung. Der Grund liegt nahe: Eine gemalte Katze bewegt sich nicht.

Katzen mit Dreirad und Rollschuhen
Ab 1851 und vor allem ab etwa 1871 wurden die Belichtungszeiten kürzer, und Tiere ließen sich leichter fotografieren. Den Katzen half das allerdings erst einmal wenig, denn jetzt wurden sie zu Schauspielern gemacht.

Harry Pointer aus Brighton (1822 bis 1889) hatte zuerst ganz einfache Katzenbilder gemacht, schlafend, trinkend oder im Korb. Dann stellte er seine Katzen in menschliche Szenen: auf einem Dreirad, auf Rollschuhen, bei einer Teegesellschaft („Five o'clock Tea"), in einem Kinderwagen und sogar hinter einer Kamera, die eine andere Katze fotografiert. Auf „The Old Batchelor" sitzt ein Kater auf einem Weinfass neben Glas und Flasche. Er verkaufte die Bilder als Visitenkartenfotos in Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften, mit Grüßen wie „A Happy New Year" oder „The Compliments of the Season". Bis 1872 hatte er über hundert dieser „Brighton Cats", 1884 waren es etwa zweihundert. Die Katzenzeichnung auf seinem Händlerstempel stammt vermutlich von seiner Frau, der Künstlerin Rosa Myra Drummond.

Pointer hatte etwas Entscheidendes erkannt: Ein Katzenbild wird erst richtig gut, wenn ein Text dazu kommt. Das ist genau das Prinzip der Lolcats, und deshalb gilt er als einer ihrer Vorläufer.

Harry Whittier Frees (1879 bis 1953) trieb das später auf die Spitze. Er steckte Katzen und andere Tiere in Kostüme und setzte sie in menschliche Szenen. Die Tiere wurden mit steifen Kostümen, Nadeln und Gabeln in Position gehalten und mit einer Fünftelsekunde belichtet. Frees selbst sagte, Kätzchen seien die vielseitigsten Tierdarsteller. Er arbeitete nur drei Monate im Jahr, weil die Aufnahmen für ihn selbst anstrengend waren. Heute sehen wir diese Bilder eher kritisch.

Warum Katzen so schwer zu fotografieren sind
Das liegt nicht nur an ihrer Unruhe. Hinter der Netzhaut der Katzenaugen sitzt das Tapetum lucidum, eine reflektierende Schicht, die das Restlicht verstärkt und der Katze ihre gute Nachtsicht schenkt. Fällt ein Blitz direkt ins Auge, wird er zurückgeworfen, und auf dem Foto leuchten die Augen grün, gelb oder blau. Fotografen helfen sich damit, den Blitz nicht direkt an der Kamera zu zünden, sondern seitlich.

Ein zweites Problem sind schwarze Katzen. Die Belichtungsmessung der Kamera ist auf ein mittleres Grau eingestellt, und schwarzes Fell schluckt viel Licht. Die Kamera hellt dann das Bild auf, und das Fell verliert seine Zeichnung. Moderne Digitalkameras kommen damit viel besser zurecht, aber ein bisschen Erfahrung braucht es trotzdem noch.

Die schwarze Katze als Marke
Ab 1904 verkaufte die britische Firma Carreras ihre Zigaretten unter dem Namen Black Cat. Der Legende nach geht das auf eine echte schwarze Katze zurück, die im Schaufenster des Ladens in der Wardour Street schlief. Der Laden wurde wegen ihr als „black cat shop" bekannt, und schon 1886 ließ die Firma die Katze als Marke eintragen. Auf der Packung sitzt sie in einem weißen Kreis mit schwarzem Rand. Am 18. Oktober 1913 gab es sogar einen „Black Cat Day": Wer eine Packung vorzeigen konnte, bekam einen goldenen Halbsovereign.

Katzen im Streit ums Frauenwahlrecht
Zwischen etwa 1898 und 1917 tauchten Katzen auch in Postkarten rund ums Frauenwahlrecht auf, und zwar auf beiden Seiten. In einer Sammlung von rund 200 Karten zeigt ein erheblicher Teil Katzen. Gegner zeichneten Suffragetten als verwilderte Katzen, die „unweiblich" waren, oder spotteten über Männer, die zu Hause die Kinder hüten, während die Frauen politisch aktiv sind. Auf einer Karte schläft ein Hund seelenruhig weiter, während Kätzchen versuchen, in sein Haus einzudringen, so sollte die Bewegung harmlos und wirkungslos wirken.

Befürworter nutzten Katzen dagegen selbst. Auf einer Karte fordert ein Kätzchen in den Farben der Bewegung „I Want My Vote!", durch das Miauen klingt die Forderung weniger bedrohlich. Auf einer anderen schrieb eine Absenderin, sie habe „die Krallen ausgefahren".

Die Katze als Kunstwerk
Edward Weston, einer der bekanntesten Fotografen der USA, hatte auf seinem Grundstück Wildcat Hill in Kalifornien eine Katzenkolonie mit meist zwölf bis über zwanzig Tieren. Daraus entstand 1947 das Buch „The Cats of Wildcat Hill". Charis Wilson schrieb auf rund neunzig Seiten über die Entwicklung der Kolonie, ihr Sozialverhalten und die Hausregeln für die Tiere. Sogar die selbstgebauten Kistenunterkünfte, die „Franklloydwright Addition", kommen darin vor. Weston steuerte etwa zwanzig Fotos bei. Eine Rezension aus dem Jahr 1948 lobte vor allem die Schärfe und Klarheit der Bilder. Ein anderer Kritiker fand das Thema dagegen langweilig für Leute, die sich nicht für fremde Katzen interessieren.

Der Mann mit den 90.000 Katzenfotos
Walter Chandoha (1920 bis 2019) bekam schon als Kind eine Kodak-Kamera der Familie in die Hand und lernte die Dunkelkammer in einem Fotoclub. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er erst als Pressefotograf, dann als Kampffotograf im Pazifik. 1949 schloss er sein Studium in New York ab und heiratete Maria Ratti. Im selben Jahr fand er einen Kater namens Loco im Schnee und machte sich als Freiberufler selbstständig.

Seine Katzenbilder erschienen auf mehr als 300 Magazintiteln und in tausenden Werbeanzeigen, dazu schrieb er mindestens 34 Bücher. In seinem Archiv liegen über 225.000 Fotos, rund 90.000 davon zeigen Katzen. Mit Maria zog er auf einer Farm in New Jersey sechs Kinder groß, und die Kinder fotografierte er oft zusammen mit den Katzen. Für viele Menschen der Nachkriegszeit sahen Katzen so aus, wie Chandoha sie fotografierte.

Die Katze erobert das Netz
Am 11. Januar 2007 erschien das erste Bild auf der Seite „I Can Has Cheezburger?". Die Fotos waren oft unscharf und mit direktem Blitz aufgenommen, dazu kam ein Text in dicker Schrift mit absichtlich falscher Grammatik. Schon ein paar Jahre zuvor, 2005, hatte jemand die Internetadresse caturday.com registriert.

Ethan Zuckerman beschrieb 2008 seine „Cute Cat Theory": Weil die meisten Menschen im Internet vor allem Alltägliches wie Katzenbilder suchen, wäre es für Regierungen politisch teuer, solche beliebten Seiten zu sperren. Davon profitieren auch Aktivisten, die auf beliebten Seiten mitlesen. Ein sicherer Schutz ist das allerdings nicht, denn manche Staaten bieten eigene, zensierte Seiten mit Katzeninhalten an und sperren die westlichen.

Und die Katze?
Fast 200 Jahre lang haben Fotografen versucht, die Katze in den Griff zu bekommen. Erst haben sie sie kostümiert, dann bewundert, dann verkauft, und heute läuft die ganze Welt ihr mit dem Smartphone hinterher. Die Katze selbst hat sich dabei kaum verändert. Sie bleibt unabhängig und lässt sich nicht so gern etwas sagen, schon gar nicht von einer Kamera.


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Die Katzen der Eremitage

Die Eremitage in St. Petersburg ist eines der größten und berühmtesten Museen der Welt. Millionen von Kunstwerken lagern hinter den Mauern des ehemaligen Winterpalastes: Gemälde, Skulpturen, Münzen und Handschriften. Weniger bekannt ist, wer sie bewacht: Katzen. Sie leben seit Jahrhunderten im Haus, und für viele Besucher gehören sie längst genauso zur Eremitage wie die berühmten Gemälde.

Wie alles begann
Der Überlieferung nach brachte schon Peter der Große einen Kater namens Vasily von einem niederländischen Kaufmann mit. Das Jahr ist nicht bekannt. Fest steht, dass Kaiserin Elisabeth im Herbst 1745 anordnete, Katzen aus Kasan an den Hof zu bringen. Verlangt wurden die größten und besten Mäusefänger, denn die Mäuse und Ratten im Winterpalast waren eine Plage. Wie viele Katzen es genau waren, darüber gehen die Angaben auseinander, je nach Quelle sind es fünf, 30 oder 37.

Unter Katharina der Großen galten die Katzen dann offiziell als Hüter der Gemäldegalerien. Auch nach der Oktoberrevolution 1917, als der Winterpalast zum Staatlichen Museum wurde, blieben sie im Dienst. Laut Russia Beyond bewachten sie die Keller auch in Kriegszeiten. Zwischendurch versuchte man es einmal mit Chemikalien gegen die Ratten, aber nur die Katzen waren auf Dauer wirklich erfolgreich.

Die schwerste Zeit
Die Belagerung Leningrads von 1941 bis 1944 überlebten die Katzen nicht, der Bestand der Eremitage wurde praktisch ausgelöscht. Danach zogen die Ratten in die Keller, und das war nicht nur für die Kunstwerke gefährlich, denn Ratten übertragen auch Krankheiten. Berichten zufolge holte man deshalb neue Katzen aus Jaroslawl, Tjumen und anderen Städten, laut Russia Beyond etwa 5.000 Tiere, die mit dem Zug nach Leningrad kamen. In Tjumen erinnert ein Denkmal daran. Ihre Nachkommen leben noch heute in der Eremitage. Das Personal sagt, es habe nie eine Ratte gesehen.

Wo die Katzen leben
Die Katzen leben in den Kellern der Eremitage, die insgesamt viele Kilometer lang sind. In die Ausstellungssäle dürfen sie nicht. Die Zahl lässt sich nur schwer genau sagen, denn die Katzen streifen herum, und manche kommen nur zum Mittagessen. Das Museum hält den Bestand bei etwa 50 Tieren, damit jede genug Platz und Pflege bekommt. Früher waren es zeitweise mehr: 2010 etwa 60, 2013 sogar 74.

Wer die Katzen kennt, kennt auch ihre Namen. Zu den bekannten zählen laut Russia Beyond Lushka, ein schwarzer Kater mit weißen Handschuhen, Mawrik, eine große schwarz-weiße Katze, und General, der auf „Kitty, kitty" nicht reagiert. Streuner, die sich in den Keller verirren, werden übrigens nicht verscheucht.

Gut versorgt
Heute geht es den Katzen gut. Jede hat einen eigenen Pass und eine tierärztliche Akte. Sie werden geimpft, behandelt und kastriert. Es gibt eigene Küchen für die Futterzubereitung, ein kleines Pflegezentrum für kranke Katzen, Betreuer und Freiwillige sowie eine Pressesprecherin. Ein kleiner Wohltätigkeitsfonds hilft bei den Kosten.

Das war nicht immer so. Ende der 1990er Jahre lebten die Tiere noch in schlechten Verhältnissen, bis Maria Halttunen ein Pflegeprogramm startete. Seit 2007 vermittelt das Museum einzelne Katzen auf Antrag an neue Besitzer, vorher werden sie geimpft und kastriert.

Katzen in Öl
2013 beauftragte das Museum den usbekischen Künstler Eldar Zakirov, die Katzen zu malen. Entstanden ist die Serie „Cats of the Hermitage", digitale Ölgemälde, auf denen die Katzen in den Kostümen des zaristischen Hofes zu sehen sind.

Der Tag der Eremitage-Katzen
Einmal im Jahr gehört das Museum den Katzen. Seit 2005 wird der Tag regelmäßig gefeiert, seit 2011 steht er im offiziellen Veranstaltungskalender des Museums. Je nach Quelle findet er zwischen April und Anfang Juni statt, das Datum ändert sich also. Dann öffnen sich die Keller und Dachböden, die sonst für Besucher gesperrt sind, und es gibt Ausstellungen, Spiele, Quiz und Kinderprogramme.

Die Katzen der Eremitage sind längst ein Symbol der Stadt geworden. Sie erinnern daran, dass hinter großer Kunst auch kleine, lebendige Geschichten stecken.

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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 22. Oktober 2026, 12:02)

Welttag zur Sensibilisierung für Tierunfälle im Straßenverkehr


Welttag zur Sensibilisierung für Tierunfälle im Straßenverkehr

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Erster RNA-Impfstoff für Katzen in der EU zugelassen


Erster RNA-Impfstoff für Katzen in der EU zugelassen

Die Europäische Kommission hat Ende Juli 2026 den Impfstoff Nobivac NXT HCPChFeLV zugelassen. Es ist der erste Tierimpfstoff in der EU, der selbstvervielfältigende RNA enthält. Vorausgegangen war im April die positive Empfehlung des Ausschusses für Tierarzneimittel bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).

Gegen welche Erreger schützt er?
Der Impfstoff richtet sich gegen fünf Erreger: das Herpesvirus und das Calicivirus (beide beteiligt am Katzenschnupfen), das Katzenseuche-Virus, das Bakterium Chlamydia felis und das feline Leukämie-Virus, kurz FeLV. Diese Erreger verursachen unter anderem Erkrankungen der oberen Atemwege und der Augen, schwere Infektionen und Erkrankungen des Immunsystems.

Was ist eigentlich RNA?
RNA ist ein Botenstoff, den jede Körperzelle ohnehin ständig benutzt. Man kann sie sich als Kopie einer Bauanleitung vorstellen: Sie sagt der Zelle, welches Eiweiß sie herstellen soll. Ist das Eiweiß gebaut, wird die RNA wieder abgebaut. Bei diesem Impfstoff enthält die RNA die Bauanleitung für ein einzelnes Eiweiß des Leukose-Virus. Die Zellen stellen es kurz her, das Immunsystem lernt es kennen und kann bei einer echten Ansteckung schneller reagieren. Das ganze Virus ist dabei nicht im Impfstoff.

Was ist neu daran?
Für Herpesvirus, Calicivirus, Katzenseuche und Chlamydien enthält der Impfstoff abgeschwächte Erreger, wie man es von bisherigen Katzenimpfstoffen kennt. Neu ist der Leukose-Teil. Hier ist die RNA „selbstvervielfältigend", sie kann sich in den Körperzellen vorübergehend und in begrenztem Umfang selbst kopieren. Verpackt ist sie in einer Virushülle, die sich nicht vermehren kann. Die Hülle dient nur als Transporter in die Körperzellen, neue Hüllpartikel können nicht entstehen.

Was sagen die Studien?
Die EMA hat Daten aus 15 Studien unter kontrollierten Bedingungen und aus einer Feldstudie mit 142 Katzen im ganz normalen Alltag ausgewertet. Der Schutz setzt etwa eine Woche nach der Impfung ein. Nach der Grundimmunisierung hält er bei der Katzenseuche drei Jahre an, bei den anderen vier Erregern ein Jahr.

Wie verträglich ist er?
Der Impfstoff wird im Allgemeinen gut vertragen. Am häufigsten sind eine Schwellung an der Einstichstelle und erhöhte Körpertemperatur, meist etwa einen Tag lang. Das betrifft laut EMA 1 bis 10 von 100 geimpften Katzen und ist für Impfungen typisch. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung gilt er auch für die impfende Person und die Umwelt als sicher. Angewendet werden darf er nur bei gesunden Tieren.

Was heißt das für euch?
Welche Impfungen für eure Katze sinnvoll sind, hängt von Alter, Gesundheit und Lebensweise ab, zum Beispiel davon, ob sie Freigang hat oder mit anderen Katzen zusammenlebt. Das besprecht ihr am besten mit eurer Tierarztpraxis, dort erfahrt ihr auch, ob und wann der neue Impfstoff verfügbar ist.

#Katzen #Hauskatzen #Cats #Catsoffriendica #Catsofmastodon #Catsoffediverse #FediCats @Hauskatzen - Praxis & Alltag @Cats of the Fediverse

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Als Antwort auf lexe

Das sind Verschwörungstheorien von irgendwelchen Schwurblern.

Die mRNA aus der Impfung liefert nur kurz eine Bauanleitung für ein Protein, wird danach vom Körper abgebaut wie Müll, und kommt nie mit unserem Erbgut im Zellkern in Kontakt. Die Behauptung, das sei ein “Mordwirkstoff”, ist wissenschaftlich einfach widerlegt – eher Panikmache als Fakt.

Das haben unter anderem das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut hier in Deutschland geprüft und bestätigt, dazu kommen zahlreiche unabhängige wissenschaftliche Studien weltweit, die den Abbau-Mechanismus der mRNA genau untersucht haben. Die Ergebnisse stimmen alle überein: keine Integration ins Erbgut.

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Beeinflusst die Fellfarbe den Charakter einer Katze?


Beeinflusst die Fellfarbe den Charakter einer Katze?
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Okt. 10
Friendica Plausch
Samstag 12:00 - 12:45 GMT
Matthias (feb)

Plauschen statt FAQ zu lesen und Videos ansehen

Statt FAQ zu lesen oder sich Videos anzusehen, könnte man einfach ins Gespräch kommen.

Der Termin richtet sich an alle Menschen, die von LinkedIn, Facebook, 𝕏 oder einer anderen unfreien Plattform weg wollen. Die sich für Friendica interessieren, beim Start noch etwas Hilfe benötigen oder konkrete Fragen zur Anwendung haben.

Der Rahmen:


  • Jeden Samstag 14 Uhr
  • 45 Minuten Plausch
  • Deine Fragen zur Anwendung
  • Realisiert über meet.jit.si/FriendicaPlausch
  • ohne Cam aber mit Mikrofon

Komm einfach vorbei. Wir lassen uns von den Themen tragen.

#Friendica #Fediverse #DIDit #DUTgemacht #DIDAY

Hauskatzen im Wandel der Zeit – 1800–1900

Das 19. Jahrhundert war für die Katze eine Zeit der Gegensätze. Einerseits war sie allgegenwärtig – in Ställen, auf Höfen, in Vorratskammern, sogar an Bord von Schiffen.

Andererseits blieb sie ein Schattenwesen, das man zwar schätzte, aber kaum beachtete. Sie war nützlich, doch selten geliebt.

Viele Katzen lebten unbeachtet im Verborgenen, kämpften ums Überleben und waren vollständig auf ihre eigenen Instinkte angewiesen.

Ihre Nähe zum Menschen beruhte weniger auf Zuneigung als auf Zweckmäßigkeit. Erst gegen Ende des Jahrhunderts begann sich ein vorsichtiger Wandel abzuzeichnen.

🐱 Haltung – geduldet, aber nicht verwöhnt
Die typische Katze des 19. Jahrhunderts lebte auf dem Land. Dort war sie unersetzlich als Mäuse- und Rattenfängerin. Auf Bauernhöfen durfte sie in Scheunen und Vorratsräumen streifen, manchmal auch ins Wohnhaus, doch ein „Stubentiger“ war sie nicht. In den Städten sah man Katzen eher in Hinterhöfen oder Gassen. Sie führten ein freies, oft hartes Leben – nah genug am Menschen, um zu profitieren, aber fern genug, um nicht wirklich Teil der Familie zu sein.

🐱 Ernährung – zwischen Beute und Abfällen
Futter aus der Dose oder dem Beutel gab es nicht. Katzen hielten sich am Leben, indem sie Mäuse, Ratten und Vögel jagten. Wer Glück hatte, bekam Küchenabfälle – Knochenreste, etwas Milch oder Brotkrumen. Von einer ausgewogenen Ernährung war das weit entfernt. Mangelerscheinungen waren häufig, viele Tiere blieben kleinwüchsig oder wurden nicht alt. Erst in wohlhabenderen Haushalten wurde vereinzelt Fleisch oder Fisch gezielt „für die Katze“ abgezweigt – ein Vorbote späterer Veränderungen.

Erste Versuche, Tiernahrung industriell herzustellen, gab es zwar bereits im 19. Jahrhundert. Der Londoner Unternehmer James Spratt brachte um 1860 das erste kommerzielle Tierfutter auf den Markt. Zunächst war es zwar für Hunde gedacht, doch seine Firma legte den Grundstein für eine Entwicklung, die später auch Katzen zugutekommen sollte.

🐱 Pflege – Selbstversorger mit Risiken
Pflege im heutigen Sinn existierte im 19. Jahrhundert nicht. Bürsten, Krallenscheren oder Kratzmöbel waren unbekannt, und Katzen reinigten ihr Fell allein mit der Zunge. Verletzungen heilten oft von selbst, entzündeten sich aber auch schnell und endeten nicht selten tödlich.

Floh- und Wurmbefall gehörten zum Alltag und wurden als selbstverständlich hingenommen. Katzenstreu gab es nicht; die Tiere suchten sich draußen, in Scheunen oder in Hofecken ihre Plätze. Wer sie ins Haus ließ, musste mit Gerüchen, Schmutz und Spuren leben – ein Grund, warum Wohnungskatzen damals noch die Ausnahme waren.

🐱 Gesundheit – das „unsichtbare“ Tier
Die Tiermedizin entwickelte sich zwar im 19. Jahrhundert, aber Katzen spielten darin kaum eine Rolle. Veterinäre konzentrierten sich auf Nutztiere wie Pferde oder Kühe. Hunde fanden schon eher Beachtung, weil sie als Arbeitshunde wertvoll waren. Katzen dagegen blieben am Rand. Krankheiten wie Tollwut oder Seuchen verbreiteten Angst, doch ein krankes Tier wurde meist sich selbst überlassen. Frühe Tierärzte hielten Katzen nicht für „behandlungswürdig“, und so blieb ihre Gesundheit dem Zufall überlassen.

Gerade die Tollwut zeigt, wie groß die Angst war. Wer von einem tollwütigen Tier gebissen wurde, musste lange mit dem Schlimmsten rechnen. Erst 1885 gelang dem französischen Wissenschaftler Louis Pasteur ein Durchbruch: Er impfte in Paris den neunjährigen Joseph Meister, der von einem tollwütigen Hund gebissen worden war, und der Junge erkrankte nicht. Es war die erste erfolgreiche Tollwut-Impfung bei einem Menschen und ein Meilenstein der Medizin.

🐱 Ein neues Mitgefühl – die Anfänge des Tierschutzes
Auch im Umgang mit Tieren begann sich etwas zu bewegen. 1824 wurde in England die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals gegründet, eine der ersten Tierschutzorganisationen der Welt. In Deutschland folgte 1837 in Stuttgart der erste Tierschutzverein, ins Leben gerufen vom Pfarrer Albert Knapp. 1881 schlossen sich mehrere Vereine zum Deutschen Tierschutzbund zusammen. Der Gedanke, dass auch Tiere Schutz verdienen, setzte sich nur langsam durch, aber er legte den Boden für das spätere Verständnis von der Katze als Mitgeschöpf.

🐱 Kulturelle Wahrnehmung – zwischen Aberglauben und Zuneigung
Das Bild der Katze war zwiespältig. In vielen ländlichen Regionen galten Katzen – besonders schwarze – noch als Unglücksbringer oder Hexentiere, ein Nachklang des Mittelalters. Gleichzeitig aber begann eine neue Sichtweise: Künstler und Schriftsteller entdeckten die Katze als ästhetisches und geheimnisvolles Wesen. In Gedichten, Zeichnungen und ersten Fotografien tauchte sie nicht mehr nur als Mäusefänger, sondern als eleganter Begleiter auf. Vor allem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wurde die Katze in wohlhabenderen Kreisen vereinzelt zum Haustier „mit eigenem Platz am Kamin“.

🐱 Die erste Katzenausstellung 1871
Ein besonderer Moment kam am 13. Juli 1871. Im Londoner Crystal Palace fand die erste große Katzenausstellung statt. Die Idee stammte von Harrison Weir, einem Tiermaler und Autor, der später als „Vater der Katzenzucht“ bekannt wurde. Er wollte der Hauskatze, die „vor dem Kamin sitzt“, zu mehr Ansehen verhelfen. Die Katzen saßen dort auf Kissen und wurden nach festen Kriterien bewertet. Zur besten Katze wurde eine 14 Jahre alte blaue Tabby-Katze gekürt. Die Ausstellung wurde ein großer Publikumserfolg, und innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden in Europa und Amerika Vereine von Katzenfreunden. 1889 veröffentlichte Weir mit „Our Cats and All About Them“ das erste umfassende Buch über Katzenrassen und ihre Pflege.

🐾 Übergang zur Moderne
Die Jahrzehnte von 1800 bis 1900 markieren damit eine Übergangsphase. Katzen waren unverzichtbar, doch unsichtbar. Sie lebten zwischen Menschen, ohne wirklich zu deren Welt zu gehören. Erst die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts – Katzenstreu, industrielles Futter, moderne Tiermedizin – sollten den endgültigen Schritt vom geduldeten Stallbewohner zum geliebten Familienmitglied möglich machen.


Die erste Katzenausstellung im Crystal Palace, London 1871. Zum ersten Mal wurde die Hauskatze vor einem großen Publikum bewundert.

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38 Gründe, wann Katzen nicht die richtigen Haustiere für Euch sind


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Katzen sind wunderbare Hausgenossen, aber sie passen nicht in jedes Zuhause. Dieser Artikel von Anika Abel von haustiger.info nennt 38 Situationen, in denen es besser ist, ehrlich zu sich zu sein: vom Katzenhaar auf dem Sofa über Nächte mit Katzenrennen bis zu Tierarztkosten und dem Abschied am Ende eines langen Katzenlebens. Wer sich danach immer noch sicher ist, kann sich umso mehr freuen:

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Eine Katze braucht ein Zuhause, und plötzlich ist man versucht, einfach ja zu sagen. Bevor Du Dich entscheidest, lohnt sich ein ehrlicher Blick: Kannst Du es Dir auch bei weniger Einkommen leisten, passt die neue Katze zu Deinen Katzen, und gibt es einen Plan B, falls es nicht klappt? Anika Abel von haustiger.info stellt 14 Fragen, die Dir bei dieser Entscheidung helfen:

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