Verpiss-dich-Pflanze" hält Katzen auf Abstand


Verpiss-dich-Pflanze" hält Katzen auf Abstand

Feine Nase: Mancher Geruch schreckt die Katze ab.

Die Katze uriniert in der Wohnung in alle denkbaren Ecken, außer in das Katzenklo? Fremde Samtpfoten hinterlassen ihre Duftmarken in Ihrem Garten? Unerwünschtes Markieren können Sie mit einfachen Mitteln verhindern.

Wenn eine Katze den Garten markiert, kann das zu einer unangenehmen Geruchsbelästigung führen. Doch so weit muss es nicht kommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das eigene Grundstück für Katzen unattraktiv zu machen: Pflanzen Sie zum Beispiel einen Harfenstrauch. Im Volksmund auch „Verpiss-dich-Pflanze" genannt, ist er für den feinen Geruchssinn der Stubentiger unerträglich. Rindenmulch oder Kaffeesatz können die Stubentiger ebenfalls in die Flucht schlagen.

Für die Wohnung eignet sich ein Fernhaltespray, dessen Duft die Vierbeiner als sehr unangenehm empfinden. Auf die zuvor gereinigten Stellen gesprüht, hält es die Katzen davon ab, diese weiterhin als „Toilette" zu benutzen. Auch Zitronengras, Koriander oder Lavendel wirken in der Regel abschreckend. Bei Knoblauch und Zwiebeln ist allerdings Vorsicht geboten: Der intensive Geruch schreckt Katzen zwar zuverlässig ab, beide Pflanzen sind für Katzen jedoch giftig, wenn sie davon fressen. Wer diese Mittel im Garten einsetzt, sollte deshalb darauf achten, dass die Katze keinen direkten Zugang zu den Pflanzenteilen hat, und stattdessen eher auf ungiftige Alternativen wie Lavendel oder Zitronengras zurückgreifen, wenn Katzen regelmäßig Zugang zum entsprechenden Bereich haben.

Um eine Katze vom Markieren abzuhalten, kann man sie aber auch einfach mit einem lauten Ruf oder Geräusch erschrecken. Wer sich selbst nicht auf die Lauer legen kann, um den Vierbeiner auf frischer Tat zu ertappen, kann auf Bewegungsmelder mit Wasser oder speziellem Katzenabwehrspray zurückgreifen. Ebenso gibt es Ultraschallgeräte auf Basis eines Bewegungsmelders. Die Frequenz liegt unterhalb des hörbaren Bereiches für das menschliche Gehör. Für Katzen allerdings stellt das Geräusch einen unangenehmen Lärm dar, der sie vertreibt.

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Havanna Brown


Havanna Brown

Herkunft: Großbritannien / USA
Fell: Kurz, glatt, warmbraun
Charakter: Sanft, verspielt, menschenbezogen
Besonderheit: Einfarbig schokoladenbraunes Fell mit smaragdgrünen Augen

Die Havanna Brown ist eine elegante und seltene Erscheinung: sattbraunes Fell, schlanker Körper und auffällig grüne Augen. Sie entstand aus Kreuzungen zwischen Siam- und Hauskatzen mit dem Ziel, eine einfarbig braune Katze zu züchten.

Charakterlich ist sie sanft, kommunikativ und sehr menschenorientiert – oft sucht sie Körperkontakt, ohne aufdringlich zu sein. In Europa nur selten vertreten, aber sehr charmant.

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Laserpointer als Katzenspielzeug – Warum ich davon abrate


Laserpointer als Katzenspielzeug – Warum ich davon abrate

Laserpointer sind in vielen Haushalten anzutreffen und werden oft als praktisches und günstiges Spielzeug für Katzen verwendet. Schnell zur Hand, klein und unkompliziert – kein Wunder, dass so viele Katzenhalter zu diesem Hilfsmittel greifen, wenn die Katze beschäftigt werden soll. Doch hinter der scheinbar harmlosen Beschäftigung verbergen sich ernsthafte Probleme, die das Wohlbefinden unserer Samtpfoten gefährden. Statt Freude zu bereiten, kann ein Laserpointer bei Katzen zu Frustration und auf Dauer sogar zu Verhaltensproblemen führen. Grund genug, sich das Thema einmal genauer anzuschauen.

Das Kernproblem: Die fehlende Beute

Wenn eine Katze spielt, tut sie das nicht nur zum Zeitvertreib. Spielen ist bei Katzen eng mit dem Jagdverhalten verknüpft, das tief in ihrer Natur verwurzelt ist. Sie trainiert dabei ihre Instinkte, ihre Konzentration und ihre Reaktionsschnelligkeit und erlebt das, was für sie ganz natürlich ist: Sie fängt Beute. Dieses Erfolgserlebnis ist entscheidend, nicht nur für den Spaß am Spiel, sondern auch für das seelische Gleichgewicht der Katze. Die Katze springt, tritt zu, packt zu, "erlegt" ihre Beute – und hat gewonnen. Erst dieser Abschluss lässt die Katze innerlich zur Ruhe kommen.

Beim Laserpointer ist alles anders. Die Katze sieht den Punkt, ihre Instinkte werden sofort aktiviert, sie jagt mit vollem Einsatz und höchster Konzentration – doch am Ende gibt es nichts zu fangen. Der Punkt verschwindet einfach, immer wieder aufs Neue, ganz gleich wie oft und wie geschickt die Katze zuschnappt. Das kann auf Dauer zu Frustration und Stress führen, besonders wenn das Spiel lange andauert oder häufig wiederholt wird. Die Katze wird zunehmend aufgedreht und gereizt, ohne dass ihre natürlichen Jagdbedürfnisse jemals wirklich befriedigt werden. Manche Katzen entwickeln durch dieses immer wiederkehrende "Versagen" sogar ein regelrecht zwanghaftes Verhalten, bei dem sie auch außerhalb des Spiels ständig nach Lichtreflexen oder Punkten Ausschau halten.

Gefahr für die Augen

Hinzu kommt ein ernstes Sicherheitsrisiko, das leicht unterschätzt wird: Der Laserstrahl kann schnell und unkontrolliert in die empfindlichen Katzenaugen treffen. Selbst bei vorsichtigem und aufmerksamem Umgang lässt sich das nie vollständig ausschließen – ein Reflex der Katze, ein unerwarteter Sprung, eine kurze Unachtsamkeit, und schon ist es passiert. Die Augen von Katzen reagieren empfindlich auf gebündeltes Licht, und Verletzungen der Netzhaut sind im Ernstfall nicht mehr rückgängig zu machen.

Automatische Laserspielzeuge verschärfen das Problem

Besonders kritisch zu betrachten sind Geräte, die man einfach auf den Boden stellt und die dann wahllos und automatisch einen Laserstrahl in der Gegend verteilen, damit die Katze angeblich "selbstständig beschäftigt" ist. Hier hat der Halter keinerlei Kontrolle mehr über den Strahl und dessen Richtung, die Gefahr für die Augen steigt dadurch noch weiter an, und die Frustration der Katze bleibt trotzdem dieselbe: endloses Jagen ohne jeden Erfolg, oft sogar über einen längeren Zeitraum und ganz ohne Aufsicht. Was auf den ersten Blick wie eine praktische Beschäftigung wirkt, ist in Wirklichkeit eine Dauerbelastung für die Katze.

Bessere Alternativen gibt es reichlich

Katzen müssen deshalb aber keineswegs auf Beschäftigung und Auslastung verzichten. Es gibt zahlreiche Spielzeuge, die Jagdinstinkte wecken und dabei echte Erfolgserlebnisse bieten. Fummelbretter etwa lassen sich fertig kaufen oder mit ein wenig Kreativität auch leicht selbst basteln, zum Beispiel aus Klopapierrollen, die mit Leckerlis gefüllt werden. Bälle zum Rollen und Fangen sorgen für Bewegung und echten Beutefang. Federspielzeuge, die an einer Angel befestigt sind und sich wie echte Beute bewegen, lassen sich zudem gezielt vom Halter führen. Auch Ballrutschen und ähnliches Spielzeug-Schnickschnack bieten Abwechslung, ohne die Katze am Ende frustriert zurückzulassen.

Wichtig bei all diesen Alternativen ist immer: Am Ende sollte die Katze tatsächlich etwas "erbeuten" können, sei es ein Leckerli, ein Stofftier oder das Spielzeug selbst. Erst dieser Abschluss macht das Spiel für die Katze rundum befriedigend.

Fazit

Ich rate vom Einsatz von Laserpointern als Katzenspielzeug generell ab. Sie führen zu Frustration statt Vergnügen, bieten kein Erfolgserlebnis und bergen ein reales, nicht zu unterschätzendes Risiko für die Augen der Katze. Es gibt einfach zu viele bessere und katzengerechtere Alternativen, um dieses unnötige Risiko einzugehen.



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Katzengras: Welche Sorten eignen sich und worauf sollte man achten?


Katzengras: Welche Sorten eignen sich und worauf sollte man achten?

Viele Katzen knabbern gern an frischem Gras. Das gilt nicht nur für Freigänger, sondern auch für Wohnungskatzen. Während Freigänger sich draußen selbst geeignete Halme suchen können, sind Wohnungskatzen darauf angewiesen, dass ihnen eine sichere Alternative angeboten wird. Fehlt diese, werden möglicherweise Zimmerpflanzen angeknabbert. Das kann gefährlich werden, denn zahlreiche beliebte Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig.

Katzengras ist keine bestimmte Pflanzenart. Unter diesem Namen werden verschiedene Gräser angeboten, die Katzen zum Knabbern zur Verfügung gestellt werden. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung auf dem Topf, sondern welche Pflanze tatsächlich darin wächst.

Warum fressen Katzen überhaupt Gras?

Katzen sind Fleischfresser und können Gras nur begrenzt verdauen. Trotzdem gehört das Knabbern an Pflanzen offenbar zu ihrem natürlichen Verhalten. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Pflanzenfasern die Verdauung unterstützen. Beim Putzen verschlucken Katzen regelmäßig Haare. Ein Teil davon wird über den Darm ausgeschieden, ein anderer Teil kann sich im Magen sammeln.

Gras kann dazu beitragen, dass verschluckte Haare entweder leichter durch den Darm transportiert oder zusammen mit dem Gras wieder erbrochen werden. Allerdings frisst eine Katze nicht automatisch Gras, weil sie krank ist oder unbedingt erbrechen möchte. Viele gesunde Katzen knabbern daran, ohne sich anschließend zu übergeben. Es kann ihnen auch einfach schmecken, Beschäftigung bieten oder ihrem natürlichen Verhalten entsprechen.

Katzengras ist deshalb kein Medikament gegen Haarballen und ersetzt weder regelmäßiges Bürsten noch eine tierärztliche Untersuchung. Erbricht eine Katze häufig, verweigert sie das Futter, wirkt sie schlapp oder zeigt sie andere Beschwerden, sollte das nicht einfach auf das Katzengras geschoben werden.

Gut geeignet: junge Getreidegräser

Besonders gut als Katzengras eignen sich junge, weiche Getreidehalme. Dazu gehören:


  • Weizen
  • Hafer
  • Gerste
  • Roggen
  • Dinkel


Häufig werden mehrere dieser Getreidesorten als fertige Saatmischung angeboten. Die jungen Halme sind vergleichsweise weich, wachsen schnell und lassen sich auch auf einer Fensterbank problemlos ziehen.

Welche Sorte bevorzugt wird, hängt von der Katze ab. Manche Katzen mögen besonders gern Hafer, andere knabbern lieber an Weizen oder Gerste. Man kann deshalb ruhig verschiedene Sorten ausprobieren. Wichtig ist, dass die Halme noch jung und weich sind. Werden sie älter, können sie härter und trockener werden. Dann sollte das Gras erneuert werden.

Die Aussaat ist unkompliziert. Die Körner werden dicht in einen Topf mit ungedüngter Erde gesät, leicht bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Staunässe sollte vermieden werden. Sobald die Halme kräftig genug sind, kann der Topf an einem hellen Platz aufgestellt werden.

Es sollten nur unbehandelte und keimfähige Körner verwendet werden. Saatgut, das mit Pflanzenschutzmitteln behandelt oder gebeizt wurde, ist für diesen Zweck ungeeignet. Am einfachsten sind ausdrücklich als Katzengras, Keimsaat oder Lebensmittelqualität angebotene Körner.

Quecke als natürliches Katzengras

Auch die Gemeine Quecke, botanisch Elymus repens, kann als Katzengras verwendet werden. Viele Katzen fressen ihre jungen Blätter sehr gern. Die Quecke wächst häufig auf Wiesen, an Wegrändern, auf brachliegenden Flächen und in Gärten.

Sie bildet unter der Erde lange, helle und stark verzweigte Wurzelausläufer. Genau deshalb ist sie bei Gartenbesitzern als hartnäckiges Wildgras bekannt. Aus den Wurzelausläufern entstehen immer wieder neue Halme. Sie wächst nicht nur in großen Büscheln, sondern kann sich flächig ausbreiten und andere Pflanzen durchziehen.

Für Katzen sind vor allem die jungen, frischen und noch weichen Blätter interessant. Wer Quecke aus der Natur holen möchte, sollte jedoch sehr vorsichtig sein. Pflanzen vom Straßenrand, von intensiv bewirtschafteten Feldern, Hundewiesen oder möglicherweise gespritzten Flächen sind ungeeignet. Sie können mit Abgasen, Pflanzenschutzmitteln, Dünger, Parasiten oder tierischen Ausscheidungen belastet sein.

Sicherer ist es, ein kleines Stück Queckenwurzel von einer garantiert unbelasteten Stelle zu entnehmen und in einem eigenen Topf weiterwachsen zu lassen. Der Topf sollte möglichst nur für die Quecke verwendet werden, denn ihre Wurzelausläufer breiten sich schnell aus.

Auch bei Quecke gilt: Junge Halme sind besser geeignet als alte, trockene oder bereits sehr feste Pflanzenteile.

Warum Zyperngras problematisch sein kann

Zyperngras wird im Handel häufig als Katzengras angeboten. Das ist jedoch nicht automatisch eine gute Wahl. Einige Zyperngrasarten haben relativ feste und scharfkantige Blätter. Beim Kauen können die Blattkanten Maul, Rachen oder Speiseröhre reizen und im ungünstigen Fall kleine Verletzungen verursachen.

Das betrifft auch Pflanzen, die als Zwerg-Zyperngras oder unter Namen wie Cyperus zumula und Cyperus alternifolius Nana verkauft werden. Zyperngras gilt zwar nicht grundsätzlich als giftig, aber „ungiftig“ bedeutet nicht automatisch „gut zum Fressen geeignet“.

Besonders für Katzen, die große Stücke abbeißen oder Halme hastig hinunterschlucken, sind weichere Getreidegräser die bessere Wahl. Auf Zyperngras sollte man deshalb vorsichtshalber verzichten und lieber Weizen, Hafer, Gerste, Roggen, Dinkel oder junge Quecke anbieten.

Was außerdem nicht als Katzengras geeignet ist

Nicht jedes Gras aus dem Garten oder von einer Wiese gehört in den Katzennapf. Unbekannte Pflanzen sollten grundsätzlich nicht angeboten werden. Zwischen normalen Gräsern können giftige Pflanzen, harte Pflanzenteile, Grannen oder andere Fremdkörper stecken.

Grannen sind kleine, oft mit Widerhaken versehene Pflanzenteile, die sich in Maul, Nase, Ohren, Augen oder Haut festsetzen können. Deshalb sollte man keine wahllos abgeschnittenen Büschel von einer Wiese mit nach Hause nehmen.

Ebenfalls ungeeignet sind:


  • mit Dünger oder Pflanzenschutzmitteln behandeltes Gras
  • Gras von Straßenrändern und Hundewiesen
  • verschimmeltes oder faulendes Katzengras
  • sehr alte, trockene und harte Halme
  • dekoratives Kunststoffgras
  • unbekannte Zimmerpflanzen als Ersatz


Pflege und Hygiene

Katzengras sollte frisch und sauber gehalten werden. Die Erde darf feucht sein, sollte aber nicht dauerhaft nass bleiben. Bei zu viel Feuchtigkeit können sich Schimmel und Trauermücken entwickeln. Riecht die Erde muffig, zeigt sich ein weißer Belag oder werden die Halme schleimig, sollte der gesamte Topf entsorgt werden.

Da viele Katzen die Halme mitsamt den Wurzeln herausziehen, empfiehlt sich ein breiter und standfester Topf. Alternativ kann der Pflanztopf in einen schweren Übertopf gestellt werden. So landet beim Knabbern nicht gleich die halbe Fensterbank auf dem Boden.

Praktisch sind zwei oder drei Töpfe, die zeitversetzt ausgesät werden. Während ein Topf angeboten wird, kann der nächste bereits nachwachsen. Dadurch steht regelmäßig junges und weiches Gras zur Verfügung.

Wie viel Katzengras darf eine Katze fressen?

Die meisten Katzen regulieren die Menge selbst. Manche knabbern nur gelegentlich an einigen Spitzen, andere stürzen sich regelrecht darauf. Frisst eine Katze sehr große Mengen, erbricht anschließend regelmäßig oder bekommt Verdauungsprobleme, sollte das Gras zunächst weggenommen und die Ursache abgeklärt werden.

Auch besonders gierige Katzen sollten nicht unbeaufsichtigt ganze Büschel herausreißen und verschlucken können. Ein paar frische Halme sind etwas anderes als große Mengen Gras samt Wurzeln und Erde.

Fazit

Katzengras ist eine sinnvolle Ergänzung für viele Katzenhaushalte, besonders bei reinen Wohnungskatzen. Es ermöglicht ein natürliches Verhalten, kann die Verdauung unterstützen und hält manche Katze davon ab, ungeeignete Zimmerpflanzen anzuknabbern.

Die beste Wahl sind junge, weiche Getreidegräser aus Weizen, Hafer, Gerste, Roggen oder Dinkel. Auch junge Quecke kann geeignet sein, sofern sie von einer garantiert unbelasteten Stelle stammt oder im eigenen Topf gezogen wird.

Von Zyperngras ist dagegen eher abzuraten. Obwohl es meist nicht giftig ist, können seine festen und scharfkantigen Blätter Verletzungen verursachen. Bei Katzengras gilt deshalb wie so oft: Nicht alles, was im Handel für Katzen angeboten wird, ist automatisch die beste Wahl.


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Das Testament – für Katzen nicht geeignet


Das Testament – für Katzen nicht geeignet

Viele Katzenhalter gehen davon aus, dass ihre Tiere automatisch gut versorgt sind, wenn sie im Testament einen Tierschutzverein oder ein Tierheim als Erben einsetzen. Das klingt im ersten Moment sinnvoll, funktioniert in der Praxis aber oft nicht so, wie man denkt.

Nach einem Todesfall vergeht häufig einige Zeit, bis ein Testament überhaupt eröffnet wird. In dieser Phase ist völlig unklar, wer sich um die Katzen kümmert. Genau hier entsteht das eigentliche Problem, denn Tiere brauchen sofort Versorgung und können nicht „warten“, bis rechtliche Dinge geklärt sind.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: Wer ein Erbe annimmt, übernimmt nicht nur Geld oder Sachwerte, sondern auch alle Verpflichtungen. Dazu gehören unter anderem Beerdigungskosten, offene Rechnungen, Mietzahlungen und die komplette Wohnungsauflösung. Das bedeutet viel Aufwand und oft auch erhebliche Kosten.

Für Tierheime oder Tierschutzvereine lohnt sich ein Erbe daher nur, wenn nach Abzug aller Kosten noch ausreichend Mittel übrig bleiben. In vielen Fällen ist das jedoch nicht so. Dann wird das Erbe abgelehnt.

Wenn kein Erbe vorhanden ist oder alle ablehnen, wird häufig ein Nachlassverwalter eingesetzt. Dieser kümmert sich zwar um finanzielle und rechtliche Dinge, aber nicht um die Tiere. Im schlimmsten Fall greift der Vermieter ein, lässt die Wohnung räumen und die Katzen stehen plötzlich ohne klare Versorgung da.

Mit etwas Glück werden Behörden informiert oder es findet sich jemand, der sich kümmert. Leider endet es aber nicht selten damit, dass Katzen plötzlich als Fundtiere auftauchen oder einfach ausgesetzt werden.

Selbst wenn man Geld für die Versorgung eingeplant hat, gibt es noch einen weiteren Punkt: Viele Menschen verbringen vor ihrem Tod Zeit im Krankenhaus oder Pflegeheim. Auch in dieser Phase müssen die Tiere bereits versorgt werden. Das kostet Zeit, Geld und Organisation – oft über einen längeren Zeitraum.

Deshalb ist die wichtigste Regel ganz einfach:

Die Versorgung von Katzen sollte immer konkret und privat geregelt werden.

Am besten ist es, frühzeitig mit Freunden, Familie oder vertrauten Personen zu sprechen und klare Absprachen zu treffen. Wer kümmert sich im Notfall? Wer übernimmt die Tiere dauerhaft? Gibt es eine finanzielle Unterstützung für diese Person?

Ein Testament allein ist dafür nicht geeignet. Es kann eine Ergänzung sein, ersetzt aber keine praktische Lösung im Alltag.

Wer sich rechtzeitig darum kümmert, verhindert genau die Situationen, die für Katzen am schlimmsten sind: plötzlich allein, ohne Versorgung und ohne klare Zuständigkeit.



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Stromanthe sanguinea / Stromanthe thalia (Stromanthe)


Herkunft: Brasilianischer Regenwald
Licht: Halbschattig, kein direktes Sonnenlicht
Boden: Durchlässig, gleichmäßig feucht, keine Staunässe
Temperatur: Ganzjährig mind. 15–18 °C, keine kalte Zugluft
Luftfeuchtigkeit: Hoch, mindestens 55–60 %, regelmäßig besprühen
Besonderheit: Faltet die Blätter abends nach oben ("Gebetspflanze"), dreifarbige Blätter in Grün, Creme und Pink
✅ Ungiftig

Die Stromanthe ist eine echte Augenweide: Ihre Blätter zeigen oben ein grün-cremefarbenes Muster und leuchten auf der Unterseite kräftig pink. Abends faltet sie die Blätter nach oben, daher der englische Name "Prayer Plant". Sie ist nicht die einfachste Zimmerpflanze, denn sie braucht dauerhaft Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit. Wer ihr das bietet, gleichmäßig feucht hält und direktes Sonnenlicht vermeidet, wird mit einem sehr dekorativen und langlebigen Blickfang belohnt. Ein Luftbefeuchter oder regelmäßiges Besprühen hilft, braune Blattränder zu vermeiden.



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Katzenpocken – seltene Virusinfektion mit Ansteckungsgefahr für Menschen


Katzenpocken – seltene Virusinfektion mit Ansteckungsgefahr für Menschen

Katzenpocken gehören zu den eher seltenen Infektionskrankheiten bei Katzen, sollten aber trotzdem bekannt sein, denn das verantwortliche Virus kann auch auf Menschen übertragen werden. Der Name ist etwas irreführend: In den meisten Fällen wird die Erkrankung nicht durch ein reines Katzenvirus verursacht, sondern durch das Kuhpockenvirus aus der Gruppe der Orthopoxviren. Trotz seines Namens kommt es heute kaum noch bei Rindern vor, sein natürlicher Wirt sind wildlebende Nagetiere wie Wühlmäuse, Waldmäuse oder Feldmäuse. Katzen infizieren sich meist zufällig bei der Jagd und werden damit zu einem sogenannten Fehlwirt.

Ansteckung und Risikogruppen

Die meisten Infektionen entstehen beim Fang einer infizierten Maus. Das Virus gelangt über kleine Verletzungen in die Haut, etwa durch Bisse, Kratzer oder Verletzungen im Maul beim Fressen der Beute. Deshalb zeigen sich erste Veränderungen häufig an Vorderpfoten, Kopf oder im Maulbereich. Besonders gefährdet sind Freigänger mit starkem Jagdtrieb, vor allem in ländlichen Gebieten, sowie junge oder immungeschwächte Katzen, etwa mit FIV oder FeLV. Wohnungskatzen ohne Kontakt zu Nagetieren haben nur ein sehr geringes Risiko. Die meisten Fälle treten im Spätsommer und Herbst auf, wenn die Mäusepopulation besonders groß ist.

Symptome

Nach der Ansteckung dauert es meist acht bis zwölf Tage, bis erste Hautveränderungen sichtbar werden. Zunächst entsteht oft nur eine einzelne Stelle an der Eintrittsstelle des Virus, später können weitere Stellen am Körper hinzukommen. Typisch sind kleine gerötete Knötchen, die sich zu Pusteln, offenen Geschwüren oder festen Krusten entwickeln und trotz normaler Behandlung nur langsam oder gar nicht heilen. Bei einem milden Verlauf bleiben die Symptome auf die Haut beschränkt. Breitet sich die Infektion stärker aus, können Fieber, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und geschwollene Lymphknoten dazukommen. Eine besonders ernste Komplikation ist die Beteiligung der Lunge, erkennbar an schneller oder angestrengter Atmung, Husten oder bläulichen Schleimhäuten. Eine Katze, die mit geöffnetem Maul atmet oder sichtbar um Luft ringt, braucht sofort tierärztliche Hilfe.

Diagnose

Allein am Aussehen lässt sich die Erkrankung nicht sicher erkennen, da viele andere Hautprobleme ähnlich aussehen können, etwa Bisswunden, Pilzinfektionen oder Abszesse. Der Verdacht wird wahrscheinlicher, wenn die Katze Freigang hat, regelmäßig jagt und die Wunden trotz Behandlung nicht abheilen. Zur Bestätigung wird meist eine PCR-Untersuchung von Krustenmaterial oder Wundabstrichen durchgeführt, manchmal ergänzt durch eine Gewebeuntersuchung. Krusten sollten dabei nie selbst zu Hause entfernt werden, das gehört in tierärztliche Hände.

Behandlung

Eine zugelassene Standardbehandlung gegen das Virus selbst gibt es nicht. Leichte Fälle können von selbst ausheilen, trotzdem ist tierärztliche Betreuung wichtig. Unterstützend werden Wunden versorgt, bei Bedarf Schmerzmittel gegeben und, falls sich Bakterien in den offenen Stellen angesiedelt haben, Antibiotika eingesetzt, diese wirken aber nicht gegen das Virus selbst. Bei schweren Verläufen kommt manchmal felines Interferon Omega zum Einsatz, die Erfahrungen dazu stammen aber nur aus kleinen Fallserien. Wichtig: Kortison sollte auf keinen Fall ohne tierärztliche Anweisung gegeben werden, es kann die Virusvermehrung fördern und den Verlauf deutlich verschlechtern.

Pflege zu Hause und Hygiene

Eine erkrankte Katze sollte in einem gut zu reinigenden Raum mit eigenem Napf und eigener Toilette untergebracht und von anderen Tieren getrennt werden, bis alle Wunden vollständig abgeheilt sind. Das kann mehrere Wochen dauern. Beim Umgang helfen Einmalhandschuhe und gründliches Händewaschen nach jedem Kontakt, Krusten sollten nie mit bloßen Händen berührt werden.

Ansteckungsgefahr für Menschen

Katzenpocken sind eine Zoonose, das Virus kann also von der Katze auf den Menschen übergehen, meist über Kontakt mit Wundsekret oder Krusten. Beim Menschen entsteht dabei oft eine begrenzte Hautveränderung, die als Knoten beginnt und später verkrustet, manchmal begleitet von Fieber oder Gliederschmerzen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa nach Organtransplantation oder während einer Chemotherapie, sie sollten den Kontakt zu einer betroffenen Katze meiden.

Prognose und Vorbeugung

Bei ansonsten gesunden Katzen mit begrenzten Hautveränderungen ist die Prognose meist gut, die Heilung dauert etwa vier bis fünf Wochen. Schlechter sieht es bei jungen, immungeschwächten oder an der Lunge erkrankten Tieren aus. Eine Impfung gegen Katzenpocken gibt es nicht. Vorbeugen lässt sich vor allem, indem man den Kontakt zu Nagetieren reduziert, etwa durch Bekämpfung von Mäusen im Haus und Nichtliegenlassen von Futterresten im Freien.

Bei Verdacht auf Katzenpocken sollte die Katze grundsätzlich von Anfang an einem Tierarzt vorgestellt werden, unabhängig davon, wie ausgeprägt die Hautveränderungen sind. Nur so lässt sich frühzeitig klären, ob es sich tatsächlich um diese Erkrankung handelt und ob weitere Untersuchungen oder eine Behandlung nötig sind. Am besten kündigt man den Verdacht vorher telefonisch an, damit die Praxis entsprechende Schutzmaßnahmen treffen kann.



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Tillandsia (Tillandsien)


Tillandsia (Tillandsien)

Herkunft: Subtropen und Tropen Nord- und Südamerikas, von Wüsten bis Regenwälder
Licht: Hell, indirektes Licht, keine pralle Mittagssonne
Boden: Keiner – Tillandsien wachsen ohne Erde
Besonderheit: Nehmen Wasser und Nährstoffe über die Blätter auf, nicht über Wurzeln
Bewässerung: Wöchentlich besprühen oder kurz ins Wasser tauchen, danach gut abtropfen lassen
Hinweis: Kein Kupfer verwenden – weder als Draht noch als Gefäß, das schadet der Pflanze
✅ Ungiftig


Tillandsien sind echte Exoten: Sie brauchen keine Erde und wachsen in der Natur auf Bäumen, Felsen oder sogar Stromleitungen, ohne ihrer Unterlage etwas zu entziehen. Wasser und Nährstoffe nehmen sie über kleine Saugschuppen auf den Blättern auf. Im Zimmer brauchen sie deshalb regelmäßige Feuchtigkeit, am besten durch wöchentliches Besprühen mit kalkarmem Wasser oder ein kurzes Tauchbad. Danach unbedingt gut abtropfen lassen, am besten kopfüber, sonst fault die Pflanze. Dafür entfällt das Umtopfen komplett, und in der Dekoration sind sie kaum zu schlagen: an Ästen, Steinen, Holz oder in Gläsern machen sie überall etwas her.


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