Kräuter und Pflanzen im Katzenheim hat dies geteilt

Rezension von "Katzenbalkon" (4 Sterne): Katzenbalkon


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Als Katzenbesitzer macht man sich ja öfter Gedanken darüber, welche Pflanzen auf dem Balkon für unsere Katzen gefährlich sein könnten. Sabine Ruthenfranz erklärt verständlich, welche Pflanzen für Katzen geeignet sind, welche man besser meiden sollte und was man im Vergiftungsfall tun kann.

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Sinningia speciosa (Gloxinie)


Sinningia speciosa (Gloxinie)

  • Herkunft: Tropische Regenwälder Brasiliens
  • Licht: Hell, kein direktes Sonnenlicht
  • Boden: Normale Blumenerde, gleichmäßig leicht feucht, keine Staunässe
  • Besonderheit: Knollenpflanze mit samtigen, glockenförmigen Blüten bis 14 cm Größe, blüht von März bis August
  • Gießen: Am besten von unten wässern, Wasser auf Blättern und Blüten vermeiden
  • Überwinterung: Nach der Blüte einziehen lassen, Knolle kühl und trocken bei 12–15 °C überwintern
    ✅ Ungiftig

Die Gloxinie ist eine echte Schönheit unter den Zimmerpflanzen: Ihre großen, samtigen Blüten in Weiß, Rosa, Rot, Blau oder mehrfarbig sind ein echter Blickfang. Sie wächst aus einer Knolle und zieht nach der Blüte wieder ein, um im nächsten Jahr neu auszutreiben. Beim Gießen gilt: von unten wässern und Wasser auf Blättern und Blüten unbedingt vermeiden, sonst entstehen Flecken oder Fäulnis. Nach der Blütezeit einfach weniger gießen, bis die Blätter einziehen, dann die Knolle kühl und trocken überwintern und im Frühjahr neu einpflanzen. Wer das einmal gemacht hat, hat jahrelang Freude an ihr.

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Pflanzengruppe nicht nur für Katzenmenschen


Pflanzengruppe nicht nur für Katzenmenschen

Kräuter, Heilkräuter und Zimmerpflanzen begeistern nicht nur Katzenfreunde.
Hier geht es um Pflanzen für Fensterbank, Balkon und Wintergarten, ihr Aussehen, ihre Pflege und ihren Platz im Zuhause, nicht um die Anwendung in der Küche oder der Gesundheit.
Wer eine Katze hat, kann sich zusätzlich freuen: alle vorgestellten Pflanzen sind unbedenklich für Katzen.

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Katze umringt von Pflanzen

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Katzensicherer Sommerbalkon: Blühende Pflanzen ohne Risiko für neugierige Katzen


Katzensicherer Sommerbalkon: Blühende Pflanzen ohne Risiko für neugierige Katzen

Ein schön bepflanzter Balkon und eine sichere Katze müssen kein Widerspruch sein. Katzen können giftige Pflanzen leider nicht am Geruch oder Geschmack erkennen und meiden sie deshalb auch nicht zuverlässig. Eine oft zitierte Studie zeigt sogar, dass ein Großteil der Katzenhalter, deren Tier mit einer Lilie in Kontakt kam, gar nicht wusste, dass diese Pflanze für Katzen giftig ist. Deshalb lohnt sich bei der Balkonbepflanzung ein zweiter, genauerer Blick, gerade wenn Freigänger oder Balkonkatzen mit den Pflanzen direkt in Berührung kommen.

Diese Blüher können unbesorgt auf den Balkon:

Die Ringelblume ist ein echter Klassiker unter den katzensicheren Sommerblühern, anspruchslos in der Pflege und von Juni bis Oktober in Blüte. Auch Kapuzinerkresse ist unbedenklich, ihre Blüten sind sogar essbar und sie eignet sich hervorragend zum Ranken an Katzennetzen. Löwenmäulchen, Zinnie und Petunie sind weitere bewährte, ungiftige Sommerblüher für Kästen und Kübel, ebenso Hornveilchen und Stiefmütterchen, die von März bis in den Oktober hinein blühen.

Wer es etwas ausgefallener mag, kann auf Strauchmargerite, Mädchenauge, Glockenblume oder Kornblume zurückgreifen, alle ungiftig und pflegeleicht. Dahlien setzen von Juli bis in den November hinein farbenfrohe Akzente, müssen im Winter allerdings frostfrei gelagert werden. Auch Fuchsien vertragen sich gut mit Katzen und blühen besonders lange. Und selbst Rosen, ob als Kletter-, Zwerg- oder Bodendeckerrose, sind für Katzen ungiftig, hier lohnt es sich lediglich, die Dornen zu entfernen, um Verletzungen zu vermeiden.

Wer den Balkon noch katzenfreundlicher gestalten möchte, ergänzt Katzenminze, Baldrian oder Katzengras. Diese Pflanzen wirken auf viele Katzen anziehend und lenken schön vom Naschen an den empfindlicheren Zierpflanzen ab.

Diese Sommerklassiker gehören dagegen nicht in Katzennähe:

Zu den gefährlichsten Balkon- und Kübelpflanzen zählen Oleander, Engelstrompete, Fingerhut, Eisenhut und Rittersporn, hier reichen bereits kleine Mengen für ernste Vergiftungen. Auch Chrysanthemen, oft schlicht „Mums" genannt, sind giftig und sollten nicht mit den ungiftigen echten Margeriten verwechselt werden, die botanisch völlig anders sind.

Besonders tückisch sind Lilien und Taglilien. Bei ihnen ist die gesamte Pflanze giftig, und schon der Kontakt mit Pollen im Fell oder das Trinken von Vasenwasser kann für Katzen lebensgefährlich werden. Lilien haben auf einem Katzenbalkon daher grundsätzlich nichts verloren.

Bei Geranien beziehungsweise Pelargonien und der Studentenblume Tagetes gehen die Einschätzungen auseinander. Beide gelten zumindest als mild reizend und können Hautreizungen oder leichte Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift lieber zum ungiftigen Storchschnabel statt zur Pelargonie und zur Ringelblume statt zur Tagetes, optisch sind sich die jeweiligen Paare ohnehin recht ähnlich.

Der Sonderfall Lavendel:

Lavendel sorgt regelmäßig für Verwirrung. Als Topf- oder Balkonpflanze ist er für Katzen unbedenklich, viele Katzen meiden ihn wegen des intensiven Geruchs sogar von selbst. Anders sieht es beim konzentrierten ätherischen Lavendelöl aus, etwa in Duftsprays, Diffusern oder Reinigungsmitteln. Katzen fehlt das notwendige Leberenzym, um solche ätherischen Öle abzubauen, weshalb diese grundsätzlich von Katzen ferngehalten werden sollten, unabhängig davon, welche Pflanze auf dem Balkon steht.

Das Wichtigste zum Schluss: die Absturzsicherung

So schön die richtige Pflanzenauswahl auch ist, den größten Sicherheitsgewinn bringt nach wie vor ein reißfestes Katzennetz mit passender Maschenweite. Balkonstürze zählen gerade in den Sommermonaten zu den häufigsten Notfällen in Tierarztpraxen. Ein gut gesicherter Balkon sollte deshalb immer vor der ersten Pflanze stehen, nicht danach.

Wichtig auch für den Alltag: frisches Wasser in einer standfesten Schale sollte auf keinem Katzenbalkon fehlen, gerade an heißen Sommertagen, ebenso ein schattiger Rückzugsort. Und bei der Erde lohnt sich der Griff zu Bio-Qualität ohne granulierte Dünger, die manche Katzen mit Trockenfutter verwechseln könnten.

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Soleirolia soleirolii (Bubikopf)


Soleirolia soleirolii (Bubikopf)

  • Herkunft: Mittelmeerinseln, vor allem Korsika und Sardinien
  • Licht: Hell bis halbschattig, keine direkte Mittagssonne
  • Boden: Durchlässig, humos, gleichmäßig feucht, keine Staunässe
  • Besonderheit: Bildet dichte, kissenartige Polster aus filigranen Trieben, auch als Ampelpflanze geeignet
  • Temperatur: 18–24 °C, verträgt kurzzeitig auch kühler
    ✅ Ungiftig

Der Bubikopf ist eine der charmantesten kleinen Zimmerpflanzen: Seine dichten, filigranen Triebe erinnern an einen kugeligen Haarschopf, daher auch der Name. Er wächst schnell und bildet kompakte, kissenartige Polster, die im Topf, in Schalen oder als Ampelpflanze gut zur Geltung kommen. Im Sommer kann er auch draußen auf dem Balkon oder im Garten stehen, solange er vor praller Sonne geschützt ist. Das Wichtigste bei der Pflege: gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe unbedingt vermeiden, das verträgt er gar nicht. Ansonsten ist er pflegeleicht, günstig und macht in jeder Ecke etwas her.

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Zwischen Stacheln und Gift: Sukkulenten sicher für Katzen auswählen

Zwischen Stacheln und Gift: Sukkulenten sicher für Katzen auswählen

Sukkulenten und Kakteen sind unglaublich beliebt, weil sie pflegeleicht sind und toll aussehen. Wenn man seinen Wohnraum mit einer Katze teilt, muss man die grüne Deko jedoch mit ganz anderen Augen sehen. Bei einem gesetzteren Kater wie Gandalf, der seine Abende lieber gemütlich neben dir auf dem Sofa verbringt, ist die Gefahr von wilden Kletterpartien über die Fensterbank vielleicht nicht mehr so groß. Trotzdem reicht ein neugieriges Schnuppern oder Knabbern oft schon aus, um Probleme zu verursachen.

Hier ist eine genaue Übersicht, was für und was gegen diese Wüstenpflanzen im Katzenhaushalt spricht.

Die Vorteile

  • Keine Verwechslungsgefahr mit Katzengras: Die dicken und fleischigen Blätter von Sukkulenten oder die stacheligen Körper von Kakteen laden Katzen deutlich weniger zum Knabbern ein als Pflanzen mit langen und grasartigen Blättern.
  • Standfestigkeit: Viele dieser Pflanzen sitzen fest in schwerer Erde und haben kompakte Wuchsformen. Sie kippen nicht so schnell um, wenn mal ein flauschiger Kater beim Vorbeigehen streift.
  • Kein Laubabfall: Sukkulenten und Kakteen werfen keine Blätter ab, die dann verlockend auf dem Boden herumwirbeln und zum Spielen anregen.

Die Nachteile

  • Gefährliche Stacheln: Kakteen sind eine echte physische Gefahr, allerdings auf unterschiedliche Weise. Kakteen mit festen, durchgehenden Stacheln (wie beim klassischen Säulenkaktus) verursachen beim Anstoßen oder Reinfallen schmerzhafte Stichverletzungen, bleiben aber meist an Ort und Stelle. Deutlich tückischer sind Kakteen mit feinen Glochiden, also winzigen, mit Widerhaken versehenen Stacheln, die sich schon bei leichter Berührung lösen und in der Haut oder den Pfotenballen stecken bleiben. Sie sind kaum zu sehen und schwer wieder zu entfernen, können sich in die Schleimhäute bohren und beim Naseputzen sogar eingeatmet werden. Kakteen aus der Gattung Opuntia (Feigenkakteen) sind für diese Glochiden bekannt und daher in Katzenhaushalten besonders kritisch zu sehen.
  • Giftige Sukkulenten: Viele beliebte Sukkulenten sind für Katzen giftig. Ein kleiner Biss aus reiner Neugier kann zu Erbrechen, Durchfall oder Magen-Darm-Beschwerden führen, bei manchen Arten auch zu Herzrhythmusstörungen.
  • Täuschende Sicherheit: Nur weil eine Pflanze nicht sticht, heißt das nicht, dass sie sicher ist. Die fleischigen Blätter der Sukkulenten speichern viel Wasser, aber oft auch giftige Pflanzensäfte.

Welche Pflanzen sicher sind und welche sofort raus müssen

Damit du genau weißt, was sicher ist und was nicht, hier eine kurze Einteilung der bekanntesten Arten.

Ungefährliche Arten

Diese Pflanzen kannst du beruhigt aufstellen. Sie sind ungiftig und haben keine gefährlichen Dornen.

  • Echeveria (Hauswurz-Sukkulente): Diese rosettenförmigen Sukkulenten sind absolut harmlos.
  • Haworthia (Fenster-Aloe): Sie sehen ähnlich aus wie Aloe Vera, sind im Gegensatz dazu aber komplett ungiftig.
  • Schlumbergera (Weihnachtskaktus): Er hat keine echten Stacheln und ist für Katzen ungefährlich.
  • Crassula ovata (Geldbaum): Gilt laut Clinitox als vermutlich ungiftig. Bei größeren Mengen sind leichte Magen-Darm-Beschwerden möglich, eine echte Vergiftungsgefahr besteht aber nicht.
  • Sedum morganianum (Eselsschwanz): Die hängenden, perlenartigen Triebe sind für Katzen ungiftig.
  • Peperomia obtusifolia (Gummi-Peperomia): Eine robuste, kompakte Pflanze ohne giftige Inhaltsstoffe.

Absolute Tabus

Diese Pflanzen haben in einem Katzenhaushalt nichts zu suchen, da sie stark giftig sind.

  • Aloe vera (Aloe Vera): Enthält Saponine, die bei Katzen starken Durchfall und Erbrechen auslösen.
  • Sansevieria (Bogenhanf): Sehr beliebt, aber leider giftig und reizt den Verdauungstrakt der Katze enorm.
  • Kalanchoe (Flammendes Käthchen): Kann schwere Herzrhythmusstörungen auslösen.
  • Euphorbia trigona (Dreikantige Wolfsmilch): Der milchige Pflanzensaft reizt Haut und Schleimhäute und führt bei Katzen zu Erbrechen und Durchfall.
  • Euphorbia milii (Christusdorn): Hat neben giftigem Milchsaft auch noch scharfe Dornen, also eine doppelte Gefahr.
  • Senecio rowleyanus (Erbsenpflanze): Enthält Alkaloide, die bei Katzen die Leber belasten können.

Sukkulenten und Kakteen sind also keine pauschal sichere oder pauschal gefährliche Wahl, sondern eine Frage der richtigen Art. Wer auf ungiftige Vertreter wie Echeveria, Haworthia oder den Weihnachtskaktus setzt und stachelige Kakteen mit Glochiden eher meidet, kann sich die Wüstenoptik im Wohnzimmer bedenkenlos gönnen. Bei den restlichen Arten gilt: lieber einmal zu viel den botanischen Namen nachschlagen als hinterher beim Tierarzt zu sitzen. Und selbst bei ungiftigen Pflanzen lohnt sich ein Standort außer Reichweite, denn auch harmloses Grün kann bei einer neugierigen Katze schnell zum Spielzeug werden.

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Sparrmannia africana (Zimmerlinde)


Sparrmannia africana (Zimmerlinde)

* Herkunft: Südafrika
* Licht: Hell bis sonnig, verträgt auch Halbschatten
* Boden: Durchlässig, nährstoffreich, gleichmäßig feucht, keine Staunässe
* Besonderheit: Wächst sehr schnell, große herzförmige Blätter, blüht weiß im Winter bis Frühjahr
* Schnitt: Verträgt regelmäßigen Rückschnitt gut, verzweigt sich dadurch schöner
* Schädlinge: Gelegentlich weiße Fliege
✅ Ungiftig

Die Zimmerlinde ist ein echter Klassiker und war früher in vielen deutschen Wohnungen zu finden. Sie wächst schnell und kann als Kübelpflanze in wenigen Jahren über einen Meter hoch werden, lässt sich aber problemlos zurückschneiden. Im Winter zeigt sie weiße Blüten mit gelb-rötlichen Staubgefäßen, was sie besonders dekorativ macht. Sie kommt mit normaler Zimmerluft gut zurecht und erhöht durch ihre große Blattmasse sogar die Luftfeuchtigkeit im Raum. Wer Platz hat und eine pflegeleichte, großzügige Grünpflanze sucht, ist mit der Zimmerlinde gut beraten.

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Verpiss-dich-Pflanze" hält Katzen auf Abstand


Verpiss-dich-Pflanze" hält Katzen auf Abstand

Feine Nase: Mancher Geruch schreckt die Katze ab.

Die Katze uriniert in der Wohnung in alle denkbaren Ecken, außer in das Katzenklo? Fremde Samtpfoten hinterlassen ihre Duftmarken in Ihrem Garten? Unerwünschtes Markieren können Sie mit einfachen Mitteln verhindern.

Wenn eine Katze den Garten markiert, kann das zu einer unangenehmen Geruchsbelästigung führen. Doch so weit muss es nicht kommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das eigene Grundstück für Katzen unattraktiv zu machen: Pflanzen Sie zum Beispiel einen Harfenstrauch. Im Volksmund auch „Verpiss-dich-Pflanze" genannt, ist er für den feinen Geruchssinn der Stubentiger unerträglich. Rindenmulch oder Kaffeesatz können die Stubentiger ebenfalls in die Flucht schlagen.

Für die Wohnung eignet sich ein Fernhaltespray, dessen Duft die Vierbeiner als sehr unangenehm empfinden. Auf die zuvor gereinigten Stellen gesprüht, hält es die Katzen davon ab, diese weiterhin als „Toilette" zu benutzen. Auch Zitronengras, Koriander oder Lavendel wirken in der Regel abschreckend. Bei Knoblauch und Zwiebeln ist allerdings Vorsicht geboten: Der intensive Geruch schreckt Katzen zwar zuverlässig ab, beide Pflanzen sind für Katzen jedoch giftig, wenn sie davon fressen. Wer diese Mittel im Garten einsetzt, sollte deshalb darauf achten, dass die Katze keinen direkten Zugang zu den Pflanzenteilen hat, und stattdessen eher auf ungiftige Alternativen wie Lavendel oder Zitronengras zurückgreifen, wenn Katzen regelmäßig Zugang zum entsprechenden Bereich haben.

Um eine Katze vom Markieren abzuhalten, kann man sie aber auch einfach mit einem lauten Ruf oder Geräusch erschrecken. Wer sich selbst nicht auf die Lauer legen kann, um den Vierbeiner auf frischer Tat zu ertappen, kann auf Bewegungsmelder mit Wasser oder speziellem Katzenabwehrspray zurückgreifen. Ebenso gibt es Ultraschallgeräte auf Basis eines Bewegungsmelders. Die Frequenz liegt unterhalb des hörbaren Bereiches für das menschliche Gehör. Für Katzen allerdings stellt das Geräusch einen unangenehmen Lärm dar, der sie vertreibt.

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Katzengras: Welche Sorten eignen sich und worauf sollte man achten?


Katzengras: Welche Sorten eignen sich und worauf sollte man achten?

Viele Katzen knabbern gern an frischem Gras. Das gilt nicht nur für Freigänger, sondern auch für Wohnungskatzen. Während Freigänger sich draußen selbst geeignete Halme suchen können, sind Wohnungskatzen darauf angewiesen, dass ihnen eine sichere Alternative angeboten wird. Fehlt diese, werden möglicherweise Zimmerpflanzen angeknabbert. Das kann gefährlich werden, denn zahlreiche beliebte Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig.

Katzengras ist keine bestimmte Pflanzenart. Unter diesem Namen werden verschiedene Gräser angeboten, die Katzen zum Knabbern zur Verfügung gestellt werden. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung auf dem Topf, sondern welche Pflanze tatsächlich darin wächst.

Warum fressen Katzen überhaupt Gras?

Katzen sind Fleischfresser und können Gras nur begrenzt verdauen. Trotzdem gehört das Knabbern an Pflanzen offenbar zu ihrem natürlichen Verhalten. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Pflanzenfasern die Verdauung unterstützen. Beim Putzen verschlucken Katzen regelmäßig Haare. Ein Teil davon wird über den Darm ausgeschieden, ein anderer Teil kann sich im Magen sammeln.

Gras kann dazu beitragen, dass verschluckte Haare entweder leichter durch den Darm transportiert oder zusammen mit dem Gras wieder erbrochen werden. Allerdings frisst eine Katze nicht automatisch Gras, weil sie krank ist oder unbedingt erbrechen möchte. Viele gesunde Katzen knabbern daran, ohne sich anschließend zu übergeben. Es kann ihnen auch einfach schmecken, Beschäftigung bieten oder ihrem natürlichen Verhalten entsprechen.

Katzengras ist deshalb kein Medikament gegen Haarballen und ersetzt weder regelmäßiges Bürsten noch eine tierärztliche Untersuchung. Erbricht eine Katze häufig, verweigert sie das Futter, wirkt sie schlapp oder zeigt sie andere Beschwerden, sollte das nicht einfach auf das Katzengras geschoben werden.

Gut geeignet: junge Getreidegräser

Besonders gut als Katzengras eignen sich junge, weiche Getreidehalme. Dazu gehören:


  • Weizen
  • Hafer
  • Gerste
  • Roggen
  • Dinkel


Häufig werden mehrere dieser Getreidesorten als fertige Saatmischung angeboten. Die jungen Halme sind vergleichsweise weich, wachsen schnell und lassen sich auch auf einer Fensterbank problemlos ziehen.

Welche Sorte bevorzugt wird, hängt von der Katze ab. Manche Katzen mögen besonders gern Hafer, andere knabbern lieber an Weizen oder Gerste. Man kann deshalb ruhig verschiedene Sorten ausprobieren. Wichtig ist, dass die Halme noch jung und weich sind. Werden sie älter, können sie härter und trockener werden. Dann sollte das Gras erneuert werden.

Die Aussaat ist unkompliziert. Die Körner werden dicht in einen Topf mit ungedüngter Erde gesät, leicht bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Staunässe sollte vermieden werden. Sobald die Halme kräftig genug sind, kann der Topf an einem hellen Platz aufgestellt werden.

Es sollten nur unbehandelte und keimfähige Körner verwendet werden. Saatgut, das mit Pflanzenschutzmitteln behandelt oder gebeizt wurde, ist für diesen Zweck ungeeignet. Am einfachsten sind ausdrücklich als Katzengras, Keimsaat oder Lebensmittelqualität angebotene Körner.

Quecke als natürliches Katzengras

Auch die Gemeine Quecke, botanisch Elymus repens, kann als Katzengras verwendet werden. Viele Katzen fressen ihre jungen Blätter sehr gern. Die Quecke wächst häufig auf Wiesen, an Wegrändern, auf brachliegenden Flächen und in Gärten.

Sie bildet unter der Erde lange, helle und stark verzweigte Wurzelausläufer. Genau deshalb ist sie bei Gartenbesitzern als hartnäckiges Wildgras bekannt. Aus den Wurzelausläufern entstehen immer wieder neue Halme. Sie wächst nicht nur in großen Büscheln, sondern kann sich flächig ausbreiten und andere Pflanzen durchziehen.

Für Katzen sind vor allem die jungen, frischen und noch weichen Blätter interessant. Wer Quecke aus der Natur holen möchte, sollte jedoch sehr vorsichtig sein. Pflanzen vom Straßenrand, von intensiv bewirtschafteten Feldern, Hundewiesen oder möglicherweise gespritzten Flächen sind ungeeignet. Sie können mit Abgasen, Pflanzenschutzmitteln, Dünger, Parasiten oder tierischen Ausscheidungen belastet sein.

Sicherer ist es, ein kleines Stück Queckenwurzel von einer garantiert unbelasteten Stelle zu entnehmen und in einem eigenen Topf weiterwachsen zu lassen. Der Topf sollte möglichst nur für die Quecke verwendet werden, denn ihre Wurzelausläufer breiten sich schnell aus.

Auch bei Quecke gilt: Junge Halme sind besser geeignet als alte, trockene oder bereits sehr feste Pflanzenteile.

Warum Zyperngras problematisch sein kann

Zyperngras wird im Handel häufig als Katzengras angeboten. Das ist jedoch nicht automatisch eine gute Wahl. Einige Zyperngrasarten haben relativ feste und scharfkantige Blätter. Beim Kauen können die Blattkanten Maul, Rachen oder Speiseröhre reizen und im ungünstigen Fall kleine Verletzungen verursachen.

Das betrifft auch Pflanzen, die als Zwerg-Zyperngras oder unter Namen wie Cyperus zumula und Cyperus alternifolius Nana verkauft werden. Zyperngras gilt zwar nicht grundsätzlich als giftig, aber „ungiftig“ bedeutet nicht automatisch „gut zum Fressen geeignet“.

Besonders für Katzen, die große Stücke abbeißen oder Halme hastig hinunterschlucken, sind weichere Getreidegräser die bessere Wahl. Auf Zyperngras sollte man deshalb vorsichtshalber verzichten und lieber Weizen, Hafer, Gerste, Roggen, Dinkel oder junge Quecke anbieten.

Was außerdem nicht als Katzengras geeignet ist

Nicht jedes Gras aus dem Garten oder von einer Wiese gehört in den Katzennapf. Unbekannte Pflanzen sollten grundsätzlich nicht angeboten werden. Zwischen normalen Gräsern können giftige Pflanzen, harte Pflanzenteile, Grannen oder andere Fremdkörper stecken.

Grannen sind kleine, oft mit Widerhaken versehene Pflanzenteile, die sich in Maul, Nase, Ohren, Augen oder Haut festsetzen können. Deshalb sollte man keine wahllos abgeschnittenen Büschel von einer Wiese mit nach Hause nehmen.

Ebenfalls ungeeignet sind:


  • mit Dünger oder Pflanzenschutzmitteln behandeltes Gras
  • Gras von Straßenrändern und Hundewiesen
  • verschimmeltes oder faulendes Katzengras
  • sehr alte, trockene und harte Halme
  • dekoratives Kunststoffgras
  • unbekannte Zimmerpflanzen als Ersatz


Pflege und Hygiene

Katzengras sollte frisch und sauber gehalten werden. Die Erde darf feucht sein, sollte aber nicht dauerhaft nass bleiben. Bei zu viel Feuchtigkeit können sich Schimmel und Trauermücken entwickeln. Riecht die Erde muffig, zeigt sich ein weißer Belag oder werden die Halme schleimig, sollte der gesamte Topf entsorgt werden.

Da viele Katzen die Halme mitsamt den Wurzeln herausziehen, empfiehlt sich ein breiter und standfester Topf. Alternativ kann der Pflanztopf in einen schweren Übertopf gestellt werden. So landet beim Knabbern nicht gleich die halbe Fensterbank auf dem Boden.

Praktisch sind zwei oder drei Töpfe, die zeitversetzt ausgesät werden. Während ein Topf angeboten wird, kann der nächste bereits nachwachsen. Dadurch steht regelmäßig junges und weiches Gras zur Verfügung.

Wie viel Katzengras darf eine Katze fressen?

Die meisten Katzen regulieren die Menge selbst. Manche knabbern nur gelegentlich an einigen Spitzen, andere stürzen sich regelrecht darauf. Frisst eine Katze sehr große Mengen, erbricht anschließend regelmäßig oder bekommt Verdauungsprobleme, sollte das Gras zunächst weggenommen und die Ursache abgeklärt werden.

Auch besonders gierige Katzen sollten nicht unbeaufsichtigt ganze Büschel herausreißen und verschlucken können. Ein paar frische Halme sind etwas anderes als große Mengen Gras samt Wurzeln und Erde.

Fazit

Katzengras ist eine sinnvolle Ergänzung für viele Katzenhaushalte, besonders bei reinen Wohnungskatzen. Es ermöglicht ein natürliches Verhalten, kann die Verdauung unterstützen und hält manche Katze davon ab, ungeeignete Zimmerpflanzen anzuknabbern.

Die beste Wahl sind junge, weiche Getreidegräser aus Weizen, Hafer, Gerste, Roggen oder Dinkel. Auch junge Quecke kann geeignet sein, sofern sie von einer garantiert unbelasteten Stelle stammt oder im eigenen Topf gezogen wird.

Von Zyperngras ist dagegen eher abzuraten. Obwohl es meist nicht giftig ist, können seine festen und scharfkantigen Blätter Verletzungen verursachen. Bei Katzengras gilt deshalb wie so oft: Nicht alles, was im Handel für Katzen angeboten wird, ist automatisch die beste Wahl.


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Rezension von "Katzenpflanzen" (5 Sterne): Katzenpflanzen


Die Medien in diesem Beitrag werden Besuchern nicht angezeigt. Um sie anzusehen, gehe bitte zum Originalbeitrag.

Als Katzenbesitzer macht man sich ja öfter Gedanken darüber, welche Pflanzen in der Wohnung oder im Garten für die Vierbeiner gefährlich sein könnten. Dieses Buch gibt genau darüber einen guten Überblick. Sabine Ruthenfranz erklärt verständlich, welche Pflanzen für Katzen geeignet sind, welche man besser meiden sollte und was man im Vergiftungsfall tun kann. Gut geschrieben, informativ und ohne unnötiges Fachchinesisch. Ein Buch, das ich als Katzenbesitzer gerne griffbereit habe.

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