Roms Katzen: Geschichte, Schutz und Leben zwischen Ruinen

Zwischen Tempelresten, Friedhöfen und Touristenströmen leben in Rom Tausende Katzen, und sie sind dort sogar offiziell geschützt. Warum die Stadt sie zum biokulturellen Erbe erklärt hat, wie aus Streunern ein Vorbild für den Tierschutz wurde und was die Gattare, die Katzenbetreuer, jeden Tag leisten, steht im ausführlichen Blogbeitrag:

Roms Katzen: Geschichte, Schutz und Leben

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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 22. Oktober 2026, 12:08)

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William S. Burroughs und seine Katzen

William S. Burroughs (1914–1997), bekannt als provokanter Autor der Beat-Generation (Naked Lunch u. a.), war auch ein leidenschaftlicher Katzenliebhaber.

In seinem Buch The Cat Inside (zunächst als limitierte Ausgabe, 1992 dann bei Viking erschienen) erklärt Burroughs seine Liebe zu Katzen. Er nennt sie darin „Seelengefährten“ und sogar angeborene „Staatsfeinde“.

Schon diese ungewöhnlichen Bezeichnungen deuten an, dass Katzen für ihn unabhängige, fast mystische Gefährten sind. Er sieht in ihnen gleichberechtigte, unbestechliche Gefährten.

In The Cat Inside spricht Burroughs von Katzen als „psychic companions“ (etwa seelische Begleiter) und als angeborene „enemies of the state“. Für ihn symbolisieren Katzen Intuition, Freiheit und Widerstand gegen Unterordnung. Er lobt sie als praktische Wesen: „Like all pure creatures, cats are practical.“ Und er betont: „The cat does not offer services. The cat offers itself.“ Damit unterstreicht er: Eine Katze fordert Pflege und Schutz, doch im Gegenzug bietet sie dem Menschen nichts außer ihrer bloßen Gegenwart. Liebe kann man bei ihr nicht erkaufen.

Auch alltägliche Verhaltensweisen faszinieren Burroughs. Er schildert etwa, wie Katzen nach dem Fressen ihren Pelz putzen, und merkt scherzhaft an, dass Katzen lieber andere das Futter liefern lassen, ein Zeichen ihrer Unabhängigkeit.

In einer Passage spekuliert er über den Ursprung der Katze: „Cats didn't start as mousers... I postulate that cats started as psychic companions, as Familiars...“ Damit führt Burroughs aus, dass Katzen ursprünglich nicht als Mäusefänger gezüchtet wurden, sondern von Anfang an als geistige Gefährten des Menschen galten.

Burroughs zog 1981 nach Lawrence (Kansas) um und wohnte dort sechzehn Jahre lang bis zu seinem Tod, seine längste Wohnphase an einem Ort. Gleich nach seiner Ankunft freundeten sich drei oder vier Streuner mit ihm an. Über die Jahre lebten viele Katzen bei ihm, darunter Ruski, Fletch, Spooner und Calico Jane. Burroughs pflegte sie fürsorglich, rief sie beim Namen und gab ihnen ein liebevolles Zuhause.

Auch in seinen persönlichen Notizen stehen Katzen immer wieder im Mittelpunkt. In seinem letzten Tagebucheintrag schreibt Burroughs: „Only thing can resolve conflict is love, like I felt for Fletch and Ruski, Spooner, and Calico. Pure love. Love? LOVE.“ Frei übersetzt heißt dies: „Nur Liebe kann Konflikte lösen, so wie ich sie für Fletch und Ruski, Spooner und Calico empfunden habe. Reine Liebe. Liebe? LIEBE.“

Als Allen Ginsberg ihn gegen Lebensende fragte, ob er geliebt werden wolle, antwortete Burroughs trocken: „Von meinen Katzen auf jeden Fall.“ („By my cats, certainly.“)

Viele Jahre lang bezog Burroughs das Magazin Cat Fancy und hortete Hunderte von Ausgaben in seiner Privatbibliothek. Die Zentrale des Magazins lag übrigens in der Burroughs Drive 3 in Irvine, Kalifornien, eine hübsche Fügung für einen Mann, der der Zahl 3 besondere Kräfte zuschrieb.

Wichtige Zitate aus The Cat Inside (Auswahl)

Burroughs hinterließ in seinem Katzenbuch viele denkwürdige Formulierungen, die seine Einstellung verdeutlichen:

„My relationship with cats has saved me from a deadly and pervasive ignorance.“ Seine eigene Erkenntnis, dass ihn die Liebe zu Katzen vor einer gefährlichen Unwissenheit bewahrt hat.

„Cats didn't start as mousers... I postulate that cats started as psychic companions, as Familiars...“ Die These, dass Katzen von Anfang an als geistige Gefährten des Menschen gedacht waren.

„Like all pure creatures, cats are practical.“ Für Burroughs sind Katzen reine Wesen, die auf das Wesentliche fokussiert sind.

„The cat does not offer services. The cat offers itself... You don't buy love for nothing.“ Die Katze schenkt ihre Liebe unentgeltlich, Zuneigung kann man bei ihr nicht erkaufen.

William S. Burroughs' Blick auf Katzen offenbart eine überraschend sanfte Seite dieses oft rauen Schriftstellers. Für ihn waren Katzen tatsächlich Seelengefährten, denen er bedingungslos vertraute. Seine Worte klingen bis heute wie eine Ode an die Katzenwelt: „My relationship with cats has saved me from a deadly and pervasive ignorance.“ In seinen Anekdoten und Schriften wird deutlich, dass Katzen sein Leben erhellten und ihm Liebe sowie Trost spendeten. Burroughs' Katzenphilosophie hebt stets die Unabhängigkeit der Katzen und die Kraft bedingungsloser Liebe hervor, Gedanken, die ihm tiefe Erfüllung schenkten.



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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 22. Oktober 2026, 12:09)

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Warum schwarze Katzen Schutz brauchen


Warum schwarze Katzen Schutz brauchen
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Kräuter auf der Fensterbank oder dem Balkon: Welche Küchenkräuter sind sicher?

Basilikum, Rosmarin und Thymian auf der Fensterbank oder dem Balkon sind für Katzen unbedenklich. Bei Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebeln ist dagegen Schluss, denn die können für Katzen richtig gefährlich werden. Welche Kräuter noch problemlos sind, wo Vorsicht gilt und was du bei einem Vergiftungsverdacht tun solltest, steht im ausführlichen Blog-Beitrag:

Kräuter auf der Fensterbank oder dem Balkon

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Der Gesundheitscheck zu Hause – was Halter selbst beobachten können


Der Gesundheitscheck zu Hause – was Halter selbst beobachten können

Katzen sind wahre Meister darin, Krankheiten zu verbergen. Oft zeigen sie erst dann deutliche Symptome, wenn es ihnen schon länger nicht gut geht. Genau deshalb ist die Beobachtung im Alltag so wichtig, ein Gesundheitscheck zu Hause braucht dafür keine Geräte, sondern nur ein aufmerksames Auge für kleine Veränderungen und die eigene Katze gut zu kennen.

Warum Beobachtung so wichtig ist

Jede Katze hat ihren eigenen Rhythmus, feste Gewohnheiten, bestimmte Ruheplätze, typische Zeiten für Aktivität und klare Vorlieben. Genau diese Dinge sind der Maßstab, wenn sich daran etwas ändert, ist das oft das erste Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

Fell und Putzverhalten

Das Fell sagt viel über den Zustand der Katze aus. Eine gesunde Katze hat ein glattes, sauberes und gepflegtes Fell, sie putzt sich regelmäßig und erreicht dabei ihren ganzen Körper. Wird das Fell stumpf, struppig oder verfilzt, stimmt oft etwas nicht, auch wenn sich eine Katze weniger putzt oder bestimmte Stellen auslässt, kann das ein Hinweis auf Schmerzen oder Unwohlsein sein.

Verhalten und Aktivität

Das Verhalten ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Typische Veränderungen sind mehr Rückzug, weniger Interesse am Spiel, veränderte Reaktionen auf Menschen oder ungewohnte Reizbarkeit. Auch das Gegenteil kann auffällig sein, eine sonst eher zurückhaltende Katze kann plötzlich anhänglicher werden. Solche Veränderungen sind oft die ersten Hinweise auf ein Problem.

Fressen und Trinken

Das Fressverhalten sollte immer im Blick sein. Frisst die Katze plötzlich weniger oder gar nicht, ist das ein Warnsignal, auch wenn sie zwar zum Futter geht, aber nicht richtig frisst, kann das auf Schmerzen im Maul hinweisen. Auch ein deutlich verändertes Trinkverhalten fällt auf, trinkt eine Katze plötzlich viel mehr als sonst, sollte das beobachtet werden.

Zahn- und Maulgesundheit

Ein Bereich, der leicht übersehen wird, aber wichtige Hinweise liefert, ist das Maul. Mundgeruch, vermehrter Speichelfluss, sichtbarer Zahnstein oder gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch sind Anzeichen, die man zuhause gut erkennen kann und ernst nehmen sollte.

Gewicht und Körperzustand

Das Gewicht verändert sich oft schleichend, deshalb ist es sinnvoll, die Katze regelmäßig zu wiegen oder zumindest ein Gefühl für ihren Körper zu haben. Eine gesunde Katze hat eine erkennbare Taille, keinen hängenden Bauch und Rippen, die sich leicht ertasten lassen. Tierärzte nutzen dafür ein anerkanntes, neunstufiges Bewertungssystem, den sogenannten Body Condition Score, bei dem 1 für starkes Untergewicht und 9 für starkes Übergewicht steht, ein Wert von 4 bis 5 gilt dabei als idealer, gesunder Bereich. Veränderungen in diese Richtung fallen oft früher auf, als man denkt.

Augen, Nase und Ohren

Auch der Kopfbereich gibt wichtige Hinweise. Gesunde Augen sind klar und sauber, die Nase ist frei von auffälligem Ausfluss, die Ohren sind sauber und ohne starke Ablagerungen. Tränende Augen, Nasenausfluss oder verschmutzte Ohren sollten ernst genommen werden.

Atmung und allgemeiner Eindruck

Die Atmung sollte ruhig und unauffällig sein. Eine gesunde Katze atmet leise durch die Nase, die Bewegung von Brust und Bauch ist gleichmäßig. Auffällig sind schnelle Atmung in Ruhe, sichtbare Anstrengung oder Atmung durch das Maul. Auch der Gesamteindruck zählt, wirkt die Katze angespannt, gekauert oder anders als sonst, sollte man genauer hinschauen.

Die Katzentoilette als wichtiger Hinweis

Die Katzentoilette ist ein täglicher Gesundheitscheck. Veränderungen beim Urin oder Kot fallen hier schnell auf, wichtig sind häufiges Aufsuchen ohne Ergebnis, Pressen oder Schmerzen beim Urinieren, Durchfall oder sehr harter Kot sowie ungewöhnliche Mengen. Gerade Probleme beim Urinieren können schnell ernst werden.

Kleine Veränderungen ernst nehmen

Das Wichtigste ist oft nicht das große Symptom, sondern die kleine Veränderung. Eine Katze, die "einfach anders ist als sonst", gibt damit oft schon einen Hinweis, dieses Gefühl sollte man ernst nehmen.

Fazit

Ein Gesundheitscheck zu Hause bedeutet, die eigene Katze aufmerksam zu beobachten. Fell, Verhalten, Fressen, Zahn- und Maulgesundheit, Gewicht, Atmung und die Katzentoilette geben jeden Tag Hinweise auf den Zustand des Tieres. Wer seine Katze gut kennt, erkennt Veränderungen früh, und genau das ist der entscheidende Vorteil im Alltag.

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