Freddie Mercury und seine geliebten Katzen

Freddie Mercury, die unverwechselbare Stimme von Queen, war für seine spektakulären Auftritte bekannt. Auf der Bühne war er ein Showman, der ganze Stadien in der Hand hatte. Abseits davon zeigte er eine ganz andere, stille Seite: Er liebte Katzen. Für ihn waren sie keine gewöhnlichen Haustiere, sondern Familie.

Vom Jungen aus Sansibar zum Rockstar
Geboren wurde er am 5. September 1946 als Farrokh Bulsara in Stone Town auf Sansibar. Seine Eltern waren Parsen aus Indien, den größten Teil seiner Kindheit verbrachte er in Indien. 1964 floh die Familie vor der Revolution auf Sansibar nach England, und Freddie studierte später am Ealing Art College. 1970 gründete er mit Brian May und Roger Taylor die Band Queen, den Namen suchte er selbst aus. John Deacon kam 1971 dazu.

Mary und die ersten Katzen
Schon 1969 lernte er im Modegeschäft Biba in Kensington Mary Austin kennen, die ihm Brian May vorgestellt hatte. Aus den beiden wurde ein Paar, und auch nachdem die Liebesbeziehung Ende 1976 zu Ende ging, blieben sie ein Leben lang eng befreundet. Er nannte sie seine einzige wahre Freundin.

Die ersten Katzen teilten sich Freddie und Mary: Jerry und Tom. Mitte der 1970er Jahre kam Oscar dazu, ein wachsamer, drahtiger Stadtkater. Wenn Mary in eine andere Wohnung zog, besuchte Oscar sie auf eigene Faust und ließ sich danach gern wieder zurücktragen.

Tiffany, genannt „Tiffy", entdeckte Mary als Kätzchen im Schaufenster einer Tierhandlung in der Nähe und schenkte sie Freddie. Sie war eine Blue-Point-Perserin mit vornehmem Wesen. Sie suchte sich genau aus, wer sie streicheln durfte, und ließ sich von Freddie nach Strich und Faden verwöhnen.

Die Garden Lodge
1986 zog Freddie in die Garden Lodge im Londoner Stadtteil Kensington, ein gregorianisches Herrenhaus mit acht Schlafzimmern, hoher Backsteinmauer und einem Garten. Mary hatte das Haus für ihn ausgesucht. Kurz nach dem Einzug kamen neue Katzen dazu.

Delilah, eine dreifarbige Katze, wurde seine Lieblingskatze. Mit ihr zusammen wurde in einem Katzenheim Goliath gefunden, beide waren damals geschwächt. Goliath war scheu und hing sehr an Delilah. Als sie ihn verließ, jammerte und weinte er so, dass sogar Katzenspezialisten hinzugezogen wurden. Erst mit Hilfe von Romeo wurde er später ein selbstbewusster, ziemlich frecher Kater.

Romeo und seine Schwester Lily waren 1986 Freddies letzte Neuzugänge. Romeo war der dominante Kater im Haus und passte auf Lily auf. Lily hielt sich am liebsten im Japanischen Zimmer auf, das eigentlich nur Gäste mit besonderer Einladung betreten durften. Miko hatte Mary in einem Tierheim im Süden Londons gefunden. Dort saß sie, wie Mary erzählt, ganz ruhig und friedlich mitten im Trubel. Auch zu Hause blieb sie die Gelassene, die gern kleine Streicheleinheiten bekam und ein bestimmtes Kissen im Wohnzimmer für sich beanspruchte. Insgesamt hatte Freddie im Lauf der Jahre zehn Katzen, die meisten stammten laut Berichten vom Tierschutzverein Blue Cross.

Der Alltag der Katzen
Die Katzen hatten Zugang zum ganzen Haus und zum Garten, Spielzeug und eigene Schlafplätze. Die meisten hielten sich am liebsten in der Küche auf. Tagsüber liefen sie frei herum, abends holte sie einer der Männer des Hauses wieder herein. Schon bei kleinsten Auffälligkeiten ließ Freddie sie vom Tierarzt untersuchen. Wenn er unterwegs war, soll er zu Hause angerufen und den Hörer an die Katzen haben halten lassen, damit er mit ihnen sprechen konnte.

Delilah, die Muse
Delilah war eine kleine Diva. Nach den Erinnerungen von Freddies Lebensgefährten Jim Hutton schlief sie am Fußende des Bettes und war verwöhnt und von Freddie abhängig. Sie war außerdem so lebhaft, dass es kaum gelang, sie zu malen. Laut Peter Freestone, Freddies früherem Assistenten, scheiterten Aquarellporträts von ihr daran, dass sie keine Sekunde still hielt. Freddie verewigte sie stattdessen in einem Lied. „Delilah" steht auf dem Queen-Album „Innuendo" (1991), dem letzten, das zu seinen Lebzeiten erschien. Der Text ist eine augenzwinkernde Liebeserklärung. Es geht unter anderem um ihre Krallen und darum, dass sie die Chippendale-Möbel anpinkelte.

Ein Lieblingslied der ganzen Band wurde es übrigens nicht. Schlagzeuger Roger Taylor sagte später: „Ich hasse Delilah. Das ist einfach nicht ich." Aufgenommen wurde es trotzdem, weil es Freddie so wichtig war.

Eine Widmung für alle Katzenfreunde
Schon früher hatte er seinen Katzen eine ganze Platte gewidmet. Sein Soloalbum „Mr. Bad Guy" (1985) trägt die Widmung an seine Katze Jerry, außerdem an Tom, Oscar und Tiffany „und alle Katzenliebhaber im Universum". Der Rest der Welt, fügte er sinngemäß an, könne ihm gestohlen bleiben. Das passt zu ihm.

Nach seinem Tod
Freddie Mercury starb am 24. November 1991 mit 45 Jahren in seinem Haus in Kensington, einen Tag nachdem er seine Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Er hatte einem Journalisten gesagt, dass er alles „Mary und den Katzen" hinterlassen wolle, und so kam es auch: Mary Austin erbte das Haus und die Katzen.

Damals lebten sechs Katzen dort: Oscar, Delilah, Goliath, Miko, Romeo und Lily. Weil es für Mary fünf zu viele waren, fanden Romeo und Lily ein gutes neues Zuhause. Oscar hatte genug von den jüngeren Katzen und zog zu einem Nachbarn. Delilah blieb bei Mary in der Garden Lodge. Wer sie dort in den Jahren 1993 oder 1994 besuchte, erzählt, dass sie sich stundenlang auf seinen Oberschenkel legte.

Freddie Mercury war ein König der Bühne, aber zu Hause war er vor allem eines: ein Katzenmensch.

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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 22. Oktober 2026, 12:07)

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Rezension von "Niemandskatzen" (5 Sterne): Niemandskatzen


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Ein Buch, das unter die Haut geht. Miriam Taskali erzählt wahre Geschichten aus dem Katzenschutzalltag, und zwar solche, die man so schnell nicht vergisst. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Niemandskatzen: scheue, verwilderte Tiere, die oft als nicht vermittelbar gelten und denen kaum jemand eine Chance gibt.

Taskali zeigt, wie viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Herzblut es braucht, um diesen Katzen ein besseres Leben zu ermöglichen. Jede Geschichte ist anders, jede berührt auf ihre eigene Weise. Wer selbst im Tierschutz aktiv ist oder einfach ein Herz für Katzen hat, wird dieses Buch kaum weglegen können.

Echte Geschichten, echte Emotionen, echtes Leben.

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Medikamente für die Samtpfote online bestellen? Das solltest du wissen


Medikamente für die Samtpfote online bestellen? Das solltest du wissen 🐱💊

Zeckenschutz, Wurmmittel & Co. gibt es heute bequem im Internet. Aber nicht überall, wo "Tierapotheke" draufsteht, steckt auch eine echte Apotheke dahinter. Das Tiermedizinportal hat dazu einen Ratgeber veröffentlicht, und ich fasse dir die wichtigsten Punkte zusammen.

Was ist eigentlich eine Online-Tierapotheke?
Meistens eine Versandapotheke, manchmal auch eine normale Apotheke mit Online-Shop oder ein auf Tierarzneimittel spezialisierter Versandhändler. Shops, die hauptsächlich Futter, Zubehör, Pflegeprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel verkaufen, sind streng genommen keine Tierapotheken, auch wenn sie manchmal so wirken.

Woran erkennst du eine seriöse Online-Tierapotheke?

  • Im Impressum steht eindeutig, welche Apotheke dahintersteckt (Betreiber, Anschrift, Verantwortlicher).
  • Sie hat eine Versandhandelserlaubnis für Arzneimittel.
  • Verschreibungspflichtige Mittel gibt es nur mit tierärztlichem Rezept. Wer sie ohne Rezept anbietet, ist nicht seriös.
  • Die Medikamente werden fachgerecht verpackt und verschickt, denn viele sind temperaturempfindlich.
  • Es gibt Beratung durch geschultes Personal, und bei medizinischen Fragen wird auf den Tierarzt verwiesen.
  • Die Produktbeschreibung ist vollständig, mit Wirkstoff, Packungsgröße und Darreichungsform.
  • Misstrauisch solltest du bei extrem niedrigen Preisen, hohen Versandkosten oder ungewöhnlichen Zahlungsmethoden werden.


Wann lohnt sich die Online-Bestellung?
Praktisch ist sie für bekannte, regelmäßig benötigte Mittel, zum Beispiel Zeckenschutz oder Wurmmittel. Du kannst rund um die Uhr bestellen, sparst dir den Weg, kannst Preise vergleichen und findest eine große Auswahl.

Wann gehst du lieber zum Tierarzt?
Bei akuten Beschwerden. Dort wird dein Tier untersucht und bekommt das passende Mittel gleich. Auch Spritzen und Infusionen gehören in die Praxis.

Finger weg von Selbstbehandlung!
Eine Online-Tierapotheke ersetzt nie die Untersuchung beim Tierarzt. Gib deinem Tier nur Mittel, die für Tiere und für die jeweilige Tierart zugelassen sind. Medikamente für Menschen können für Tiere lebensgefährlich sein, etwa bestimmte Schmerzmittel, Antibiotika, Herzmedikamente, Schilddrüsentabletten und Beruhigungsmittel.

Wie machst du das bei deinen Samtpfoten? Bestellst du online oder holst du alles direkt in der Praxis? 😺

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Stabile Gittertür für die Katzenzusammenführung einfach selber bauen


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Windeln für Hauskatzen


Windeln für Hauskatzen

Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere und erledigen ihre Notdurft eigenständig in der Katzentoilette. In manchen Situationen reicht das jedoch nicht mehr aus, etwa bei Inkontinenz, Erkrankungen oder Verletzungen im Harn- und Genitalbereich, altersbedingten Veränderungen oder – seltener – bei Verhaltensstörungen. Dann können Windeln eine sinnvolle Hilfe im Alltag sein.

Ursachen für Inkontinenz

Inkontinenz bezeichnet die Unfähigkeit, Harn- oder Stuhlgang zu kontrollieren. Häufige Auslöser sind altersbedingte Veränderungen des Harn- oder Genitaltrakts, Erkrankungen wie Harnwegsinfektionen, Nierenerkrankungen, eine vergrößerte Prostata oder Eierstockzysten, außerdem Verletzungen durch Unfälle, Auseinandersetzungen mit anderen Tieren oder Operationen im Genitalbereich. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten und Stress können eine Rolle spielen. In seltenen Fällen führen auch Verhaltensstörungen wie Angststörungen oder Demenz dazu, dass eine Katze nicht mehr zuverlässig die Toilette aufsucht.

Arten von Katzenwindeln

Katzenwindeln gibt es in unterschiedlichen Größen, Materialien und Saugfähigkeiten. Einwegwindeln sind die bequemste Lösung: einfach überziehen und nach Gebrauch entsorgen, allerdings auf Dauer die teurere Variante. Waschbare Windeln sind umweltfreundlicher und ebenfalls in verschiedenen Größen und Materialien erhältlich, müssen aber nach jedem Tragen gereinigt werden – am besten mit einem milden Waschmittel und anschließend bei mindestens 60 Grad getrocknet.

Gewöhnung an die Windel

Eine Katze sollte langsam und behutsam an die Windel herangeführt werden. Am Anfang reicht es, sie der Katze nur für kurze Zeit anzuziehen. Akzeptiert die Katze das, kann die Tragezeit nach und nach gesteigert werden.

Vor- und Nachteile

Windeln können die Unordnung durch Urin und Kot deutlich reduzieren und ermöglichen es Katzen mit Inkontinenz oder anderen Erkrankungen, trotzdem ein weitgehend normales Leben zu führen. Auf der anderen Seite können sie unbequem sein, bei empfindlicher Haut scheuern und Reizungen verursachen, und auf Dauer auch ins Geld gehen.

Fazit

Katzenwindeln können bei Inkontinenz oder Erkrankungen des Harn- und Genitaltrakts eine gute Lösung sein. Vor der Entscheidung lohnt es sich aber, Vor- und Nachteile abzuwägen und im Zweifel Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten.

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Als Antwort auf 😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪

😄... also so richtig entspannt sieht die Katze auf dem Bild aber nicht aus... Der Gesichtsausdruck sagt alles ... 😆
Aber davon ab, Windeln können eine Lösung sein, wenn die Katze es zulässt. Wichtig ist aber, dass man den Grund der Unsauberkeit abklären lässt.
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Mittwoch, 7. Oktober 2026, 15:39)

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Kitten-, Adult- und Seniorfutter: Was steckt wirklich dahinter?

Kittenfutter ist echte Ernährungswissenschaft, aber was steckt hinter dem Wort „Senior“ auf der Packung? Weder Gesetz noch Fachverbände legen dafür ein eigenes Nährstoffprofil fest, und eine Studie fand kaum Unterschiede zu normalem Adultfutter. Warum gesunde alte Katzen nicht automatisch weniger Eiweiß brauchen, wann eine Nierendiät sinnvoll ist und worauf Du beim Einkauf achten kannst, steht im ausführlichen Blogbeitrag:

Kitten-, Adult- und Seniorfutter lesen

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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Freitag, 16. Oktober 2026, 09:02)

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Als Antwort auf 😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪

Für mich steht auch im Vordergrund, was Yakari mag, allerdings achte ich schon darauf, dass es alles beinhaltet, was er in seinem Alter benötigt. Bei mir ist es ein Mix aus Seniorenfutter, Sensitiv, teils Gastro, frische oder auch gekochte Innenfilets und Thunfisch. ich hab ihm abgewöhnt, nur eine bestimmte Marke zu futtern, er muss es mögen und vertragen.

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Roms Katzen: Geschichte, Schutz und Leben zwischen Ruinen

Zwischen Tempelresten, Friedhöfen und Touristenströmen leben in Rom Tausende Katzen, und sie sind dort sogar offiziell geschützt. Warum die Stadt sie zum biokulturellen Erbe erklärt hat, wie aus Streunern ein Vorbild für den Tierschutz wurde und was die Gattare, die Katzenbetreuer, jeden Tag leisten, steht im ausführlichen Blogbeitrag:

Roms Katzen: Geschichte, Schutz und Leben

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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 22. Oktober 2026, 12:08)

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William S. Burroughs und seine Katzen

William S. Burroughs (1914–1997), bekannt als provokanter Autor der Beat-Generation (Naked Lunch u. a.), war auch ein leidenschaftlicher Katzenliebhaber.

In seinem Buch The Cat Inside (zunächst als limitierte Ausgabe, 1992 dann bei Viking erschienen) erklärt Burroughs seine Liebe zu Katzen. Er nennt sie darin „Seelengefährten“ und sogar angeborene „Staatsfeinde“.

Schon diese ungewöhnlichen Bezeichnungen deuten an, dass Katzen für ihn unabhängige, fast mystische Gefährten sind. Er sieht in ihnen gleichberechtigte, unbestechliche Gefährten.

In The Cat Inside spricht Burroughs von Katzen als „psychic companions“ (etwa seelische Begleiter) und als angeborene „enemies of the state“. Für ihn symbolisieren Katzen Intuition, Freiheit und Widerstand gegen Unterordnung. Er lobt sie als praktische Wesen: „Like all pure creatures, cats are practical.“ Und er betont: „The cat does not offer services. The cat offers itself.“ Damit unterstreicht er: Eine Katze fordert Pflege und Schutz, doch im Gegenzug bietet sie dem Menschen nichts außer ihrer bloßen Gegenwart. Liebe kann man bei ihr nicht erkaufen.

Auch alltägliche Verhaltensweisen faszinieren Burroughs. Er schildert etwa, wie Katzen nach dem Fressen ihren Pelz putzen, und merkt scherzhaft an, dass Katzen lieber andere das Futter liefern lassen, ein Zeichen ihrer Unabhängigkeit.

In einer Passage spekuliert er über den Ursprung der Katze: „Cats didn't start as mousers... I postulate that cats started as psychic companions, as Familiars...“ Damit führt Burroughs aus, dass Katzen ursprünglich nicht als Mäusefänger gezüchtet wurden, sondern von Anfang an als geistige Gefährten des Menschen galten.

Burroughs zog 1981 nach Lawrence (Kansas) um und wohnte dort sechzehn Jahre lang bis zu seinem Tod, seine längste Wohnphase an einem Ort. Gleich nach seiner Ankunft freundeten sich drei oder vier Streuner mit ihm an. Über die Jahre lebten viele Katzen bei ihm, darunter Ruski, Fletch, Spooner und Calico Jane. Burroughs pflegte sie fürsorglich, rief sie beim Namen und gab ihnen ein liebevolles Zuhause.

Auch in seinen persönlichen Notizen stehen Katzen immer wieder im Mittelpunkt. In seinem letzten Tagebucheintrag schreibt Burroughs: „Only thing can resolve conflict is love, like I felt for Fletch and Ruski, Spooner, and Calico. Pure love. Love? LOVE.“ Frei übersetzt heißt dies: „Nur Liebe kann Konflikte lösen, so wie ich sie für Fletch und Ruski, Spooner und Calico empfunden habe. Reine Liebe. Liebe? LIEBE.“

Als Allen Ginsberg ihn gegen Lebensende fragte, ob er geliebt werden wolle, antwortete Burroughs trocken: „Von meinen Katzen auf jeden Fall.“ („By my cats, certainly.“)

Viele Jahre lang bezog Burroughs das Magazin Cat Fancy und hortete Hunderte von Ausgaben in seiner Privatbibliothek. Die Zentrale des Magazins lag übrigens in der Burroughs Drive 3 in Irvine, Kalifornien, eine hübsche Fügung für einen Mann, der der Zahl 3 besondere Kräfte zuschrieb.

Wichtige Zitate aus The Cat Inside (Auswahl)

Burroughs hinterließ in seinem Katzenbuch viele denkwürdige Formulierungen, die seine Einstellung verdeutlichen:

„My relationship with cats has saved me from a deadly and pervasive ignorance.“ Seine eigene Erkenntnis, dass ihn die Liebe zu Katzen vor einer gefährlichen Unwissenheit bewahrt hat.

„Cats didn't start as mousers... I postulate that cats started as psychic companions, as Familiars...“ Die These, dass Katzen von Anfang an als geistige Gefährten des Menschen gedacht waren.

„Like all pure creatures, cats are practical.“ Für Burroughs sind Katzen reine Wesen, die auf das Wesentliche fokussiert sind.

„The cat does not offer services. The cat offers itself... You don't buy love for nothing.“ Die Katze schenkt ihre Liebe unentgeltlich, Zuneigung kann man bei ihr nicht erkaufen.

William S. Burroughs' Blick auf Katzen offenbart eine überraschend sanfte Seite dieses oft rauen Schriftstellers. Für ihn waren Katzen tatsächlich Seelengefährten, denen er bedingungslos vertraute. Seine Worte klingen bis heute wie eine Ode an die Katzenwelt: „My relationship with cats has saved me from a deadly and pervasive ignorance.“ In seinen Anekdoten und Schriften wird deutlich, dass Katzen sein Leben erhellten und ihm Liebe sowie Trost spendeten. Burroughs' Katzenphilosophie hebt stets die Unabhängigkeit der Katzen und die Kraft bedingungsloser Liebe hervor, Gedanken, die ihm tiefe Erfüllung schenkten.



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Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 22. Oktober 2026, 12:09)

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