Thermochip für Katzen – Vor- und Nachteile
Die Kennzeichnung von Katzen hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Neben der klassischen Tätowierung und dem normalen Mikrochip gibt es heute sogenannte Thermochips. Diese verbinden die eindeutige Identifikation der Katze mit der Möglichkeit, die Körpertemperatur zu messen.
Für viele Katzenhalter klingt das zunächst nach einem großen Vorteil. Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen und Vor- und Nachteile abzuwägen.
Was ist ein Thermochip
Ein Thermochip ist im Grunde ein normaler Mikrochip, der zusätzlich einen Temperatursensor enthält. Er wird – genau wie ein herkömmlicher Chip – unter die Haut im Nackenbereich eingesetzt.
Der Chip benötigt keine Batterie. Er wird nur dann aktiv, wenn ein Lesegerät darüber gehalten wird. In diesem Moment sendet er die gespeicherte Identifikationsnummer und zusätzlich die aktuelle Körpertemperatur der Katze.
Wie die Temperatur gemessen wird
Die Temperatur wird nicht im Körperinneren gemessen, sondern direkt unter der Haut. Das bedeutet, dass es sich nicht um die klassische Körperkerntemperatur handelt, sondern um einen Wert, der leicht davon abweichen kann.
In der Praxis ist diese Abweichung meist gering. Trotzdem können äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Wärme von außen, körperliche Aktivität oder Umgebungstemperaturen können den Wert kurzfristig verändern.
Deshalb eignet sich der Thermochip vor allem dafür, Veränderungen im Verlauf zu erkennen und nicht für eine einmalige genaue Messung.
Vorteile für Katzenhalter
Ein großer Vorteil ist die stressfreie Temperaturkontrolle. Viele Katzen reagieren sehr empfindlich auf die klassische rektale Messung. Mit dem Thermochip kann die Temperatur schnell und ohne zusätzlichen Stress überprüft werden.
Gerade bei kranken oder empfindlichen Katzen ist das ein echter Gewinn. Auch nach Operationen oder bei chronischen Erkrankungen kann die Temperatur regelmäßig kontrolliert werden, ohne das Tier jedes Mal zu belasten.
Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Kontrolle beim Tierarzt. Die Temperatur kann oft direkt beim Scannen des Chips erfasst werden, ohne zusätzliche Untersuchung.
Früherkennung von Problemen
Die Körpertemperatur ist ein wichtiger Hinweis auf den Gesundheitszustand. Steigt sie an, kann das auf Entzündungen oder Infektionen hinweisen. Sinkt sie ab, können ebenfalls ernsthafte Probleme vorliegen.
Da die Messung einfach möglich ist, können Veränderungen früh erkannt werden. Das ist besonders bei empfindlichen oder älteren Katzen hilfreich.
Integration in den Alltag
Einige Systeme ermöglichen es, den Thermochip mit anderen Geräten zu verbinden. Dazu gehören zum Beispiel automatische Futterautomaten oder Katzenklappen.
Diese Geräte erkennen die Katze am Chip und können zusätzlich Daten zum Verhalten liefern. So entsteht ein genaueres Bild vom Alltag der Katze.
Nachteile und Einschränkungen
Ein wichtiger Punkt ist, dass nicht jedes Lesegerät die Temperatur anzeigen kann. Während die Identifikationsnummer überall ausgelesen werden kann, benötigt man für die Temperatur ein spezielles Gerät.
Das bedeutet: Hat ein Tierarzt nur ein Standard-Lesegerät, kann er die Temperaturfunktion nicht nutzen.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Katzen mit einem normalen Chip nicht einfach zusätzlich einen Thermochip bekommen sollten. Zwei Chips im Körper können Probleme beim Auslesen verursachen und zu Verwirrung führen.
Auch die Messung selbst hat Grenzen. Da die Temperatur unter der Haut gemessen wird, ist sie weniger exakt als die klassische Messung. Für Notfälle oder genaue Diagnosen bleibt die herkömmliche Methode wichtig.
Kosten
Die Kosten für einen Thermochip liegen etwas höher als bei einem normalen Mikrochip. Da er jedoch nur einmal eingesetzt wird und ein Katzenleben lang hält, relativiert sich dieser Unterschied.
In einigen Fällen übernehmen Versicherungen die Kosten teilweise oder vollständig.
Rechtliche Aspekte
Für Freigänger ist in vielen Regionen eine Kennzeichnung Pflicht. Auch für Reisen innerhalb der EU ist ein Mikrochip vorgeschrieben.
Der Thermochip erfüllt diese Anforderungen vollständig und kann daher wie ein normaler Chip verwendet werden.
Wichtig ist jedoch die Registrierung in einer Datenbank. Nur so kann die Katze im Falle eines Verlusts ihrem Besitzer zugeordnet werden.
Fazit
Der Thermochip ist eine interessante Weiterentwicklung der klassischen Kennzeichnung. Er bietet zusätzlichen Nutzen durch die Möglichkeit, die Körpertemperatur stressfrei zu überwachen.
Für Katzen ohne vorhandenen Chip kann er eine sinnvolle Wahl sein. Für bereits gechipte Tiere ist ein Wechsel in der Regel nicht sinnvoll.
Wie bei vielen technischen Lösungen gilt auch hier: Der Nutzen hängt davon ab, wie konsequent und sinnvoll die Möglichkeiten im Alltag genutzt werden.
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Steffen 🦉🇪🇺 hat dies geteilt.
Steffen 🦉🇪🇺
Als Antwort auf Lilly • •Ja, die Lilly. Inzwischen haben wir uns aber umfangreich erkundigt. Auch so, wie im Bild gezeigt war das nur eine Ausnahme innerhalb unserer Unwissenheit. Wir sind hier im 3. Stock und haben in Erfahrung gebracht, dass Katzen bei entsprechenden Signalen sofort auf Jagdinstinkt umschalten und dabei ihre tatsächliche Gefahrenlage ausschalten.
Genau aus dem Grund wird das im Bild gesehene nicht wiederholt. Wir werden erste noch eine Katzensicherung einbauen, ehe Lilly wieder am offenen Fenster sitzen kann.
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Doris mag das.
cloudless_sky
Als Antwort auf Steffen 🦉🇪🇺 • • •@steffen
Da rutscht einem das Herz bis sonst wo hin .... kenn ich. Tagelang ignoriert Lilli das offene Fenster und wenn ich die Sicherung vergesse ... schwups ist sie da. 😬 Naja, ich muss zugeben, das Sie auf Grund ihres Alters heute ehr schwups die Fensterbank drinnen runterrutscht. 😉
Als Lilli noch jung war ist sie über das Balkongeländer gelaufen - wie alle Nachbarkatzen auch. Da musste ich mich zusammenreißen um nicht hinzurennen ..... Katzen können einen echt in Atem halten. 😃
Steffen 🦉🇪🇺 mag das.
mirabilos🐈⬛
Als Antwort auf Lilly • • •🙀
Bernd
Als Antwort auf Lilly • • •Das ist ja nochmal gut ausgegangen! Puh!
Erinnert mich ein bisschen an unseren dritten Kater und den Garten.
Der zweite Kater, den wir hatten, machte keine Anstalten, den Garten zu verlassen, also über einen Zaun zu springen oder so. Slebst, als er mal einen andere Katze verfolgt hatte
Kater Nummer 3 hingegen: Jedes Loch im Zaun wurde ausgiebig genutzt, am Zaun wurde hochgeklettert und jeder Grenzpfosten war ein Aussichtspunkt!
Steffen 🦉🇪🇺 mag das.