Viele Missverständnisse im Alltag mit Katzen entstehen nicht, weil die Katze „kompliziert“ ist, sondern weil wir ihr Verhalten falsch deuten.
Wir denken oft menschlich – die Katze funktioniert aber völlig anders.
Wer das versteht, hat plötzlich eine ganz andere, viel entspanntere Beziehung zu seinem Tier.
„Meine Katze macht das aus Trotz“
Das ist einer der häufigsten Denkfehler überhaupt.
Wenn eine Katze unsauber wird, etwas kaputt macht oder scheinbar „extra“ Dinge tut, steckt dahinter kein Trotz.
Katzen kennen dieses Konzept schlicht nicht.
Wenn eine Katze außerhalb der Toilette uriniert, hat das fast immer einen Grund:
Schmerzen beim Urinieren, zum Beispiel durch eine Blasenentzündung, führen dazu, dass die Katze die Toilette meidet.
Sie sucht sich dann andere Stellen, oft weiche Plätze wie Bett oder Sofa.
Auch Stress spielt eine große Rolle.
In unsicheren Situationen sucht die Katze Orte auf, die stark nach ihrem Menschen riechen, um sich zu beruhigen.
Das ist kein Angriff, sondern ein Hilferuf.
„Sie weiß genau, dass sie etwas falsch gemacht hat“
Viele Halter sind überzeugt, ihre Katze habe ein „schlechtes Gewissen“.
Typische Situationen:
Die Katze duckt sich, legt die Ohren an oder schaut weg.
Das wirkt wie Schuldbewusstsein, ist aber etwas völlig anderes.
Die Katze reagiert auf die Stimmung des Menschen.
Sie merkt sofort, wenn jemand angespannt, laut oder wütend ist.
Ihr Verhalten ist ein Beschwichtigungssignal.
Sie versucht, die Situation zu beruhigen und keinen Ärger zu bekommen.
Wichtig zu wissen:
Katzen verknüpfen Verhalten nur direkt mit einer Konsequenz – innerhalb von Sekunden.
Eine spätere Bestrafung versteht die Katze nicht.
Sie sorgt nur für Angst und zerstört Vertrauen.
„Katzen sind Einzelgänger“
Das stimmt so nicht.
Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger.
Das wird oft durcheinandergeworfen.
In freier Umgebung bilden Katzen durchaus soziale Gruppen.
Sie pflegen Kontakte, putzen sich gegenseitig und spielen miteinander.
Vor allem Wohnungskatzen leiden häufig darunter, alleine zu sein.
Langeweile, Unterforderung und Einsamkeit können die Folge sein.
Das zeigt sich dann zum Beispiel durch:
Unruhe
Aggressives Verhalten
oder völlige Teilnahmslosigkeit
Ein Mensch kann vieles ersetzen, aber keinen Artgenossen.
„Wenn sie schnurrt, ist sie glücklich“
In vielen Situationen stimmt das – aber eben nicht immer.
Katzen schnurren auch:
bei Stress
bei Schmerzen
oder in unsicheren Situationen
Das Schnurren hilft der Katze, sich selbst zu beruhigen.
Es kann sogar eine Art „Selbstheilung“ unterstützen.
Deshalb sollte man immer den Zusammenhang betrachten.
Eine Katze beim Tierarzt, die schnurrt, ist meistens nicht entspannt.
„Meine Katze braucht keine Beschäftigung“
Viele glauben, eine Wohnungskatze schläft einfach den ganzen Tag und ist damit zufrieden.
Das stimmt so nicht.
In der Natur ist die Katze ein Jäger.
Sie ist darauf ausgelegt, zu suchen, zu beobachten, zu jagen und zu denken.
Fehlt das in der Wohnung, entsteht schnell Langeweile.
Typische Folgen sind:
Zerstören von Möbeln
ständiges Miauen
nächtliche Aktivität
oder ungewöhnliches Verhalten
Regelmäßiges Spielen und kleine Herausforderungen im Alltag sind deshalb extrem wichtig.
„Meine Katze erzieht mich absichtlich“
Das wirkt oft tatsächlich so, ist aber kein Plan der Katze.
Katzen lernen sehr schnell, welches Verhalten Erfolg bringt.
Wenn eine Katze nachts miaut und der Mensch reagiert, hat sie gelernt:
„Das funktioniert.“
Dabei spielt es keine Rolle, ob man schimpft oder aufsteht.
Für die Katze ist beides Aufmerksamkeit.
Deshalb wiederholt sie dieses Verhalten immer wieder.
Hier hilft nur Konsequenz:
Unerwünschtes Verhalten ignorieren und ruhiges Verhalten belohnen.
„Meine Katze ist einfach nur wählerisch“
Das kann im Einzelfall stimmen, ist aber oft ein gefährlicher Irrtum.
Wenn eine Katze nicht frisst, steckt häufig mehr dahinter.
Katzen dürfen nicht lange ohne Nahrung bleiben.
Bereits nach kurzer Zeit kann es zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen kommen.
Vor allem eine Fettleber kann sich entwickeln, wenn der Körper auf Fettreserven zurückgreift.
Frisst eine Katze länger nicht, sollte das immer ernst genommen werden und abgeklärt werden.
Fazit
Die meisten Probleme im Zusammenleben mit Katzen entstehen nicht durch die Katze, sondern durch Missverständnisse.
Wer aufhört, menschlich zu denken, und beginnt, die Katze als das zu sehen, was sie ist, versteht ihr Verhalten plötzlich viel besser.
Katzen handeln nicht aus Trotz, nicht aus Bosheit und nicht mit Absicht gegen uns.
Sie reagieren auf ihre Umwelt, auf Stress, auf Bedürfnisse und auf Erfahrungen.
Je besser wir das verstehen, desto einfacher und harmonischer wird das Zusammenleben.
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OldKid ⁂
Als Antwort auf 😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪 • • •dir.friendica.social. Das Script von der Seite aktualisiert seine Daten in bestimmten Zeitabständen. Es kann also dauern bis die Einträge dort nicht mehr vorhanden sind. Auf deiner Instanz sind die Profile nicht mehr vorhanden.😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪 mag das.
😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪
Als Antwort auf OldKid ⁂ • •Friendica Support hat dies geteilt.
Steffen 🦉🇪🇺
Als Antwort auf 😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪 • •Deine Profile sind gelöscht und auch nicht wieder herstellbar. Das System zeigt noch ein Zeitfenster bis zur "permanenten Löschung". Darauf haben wir keinen Einfluss.
😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪 mag das.
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😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪
Als Antwort auf Steffen 🦉🇪🇺 • •Friendica Support hat dies geteilt.
Schaf
Als Antwort auf 😺 Cat Man Friedhelm 🇩🇪 • • •Hinweis bzgl "Neuanfang": Einmal genutzte Accounts solltest Du auch nach Ablauf der Löschphase nicht mit demselben Accountnamen (@mysticcats@...) erneut einrichten. Das gibt technische Schwierigkeiten in der Kommunikation mit all den Instanzen, die mit dem alten Account bereits in Verbindung waren.
Soll derselbe Accountname (inkl. gleichem Instanznamen) 'resettet' werden, dann geht das nur über den Weg des Exports des Accounts in den Einstellungen, löschen und anschließenden Re-Import durch den Admin der Instanz.
Wenn Du also kein Backup gemacht hast, dann einen neuen Accountnamen wählen.
Der jederzeit änderbare Anzeigename (zB 'Mystische Katzen') ist hiervon nicht betroffen.
(Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal Katzencontent verbreiten würde, bin schließlich ein Schaf 😉
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Steffen 🦉🇪🇺
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Schaf
Als Antwort auf Steffen 🦉🇪🇺 • • •Es geht darum, dass beim Anlegen eines Accounts @accountname@instranzname intern eine ID erzeugt wird, über die externe Instanzen diesen Account verifizieren können.
Wenn Du nun einen neuen aber gleichlautenden Account @accountname@instranzname anlegst, dann bekommt der eine andere ID und genau das führt zu Inkonsistenzen bei all denjenigen Instanzen, die den alten Account bereits kennen.
Das scheint aber nur Friendica-Instanzen zu betreffen, so habe ich zumindest Michaels Erklärungen hierzu verstanden.
Hintergrund für die ID ist eine Absicherung gegen Übernahme des alten Accounts durch Dritte, nachdem dieser vom alten Besitzer gelöscht wurde. Das ginge nicht, wenn Du nur auf den Accountnamen blickst.
Wir kennen das Problem von freigewordenen Mobilnummern, die irgendwann neue Besitzer haben.
Beim Export/ Backup des Accounts und späterer Wiederherstellung wird die ID mit gesichert.
Mein Account ist in den Anfangsjahren zwischen verschiedenen Providern umgezogen und hatte immer denselben Accountnamen und auch dieselbe ID.
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