Auf der Rückfahrt vom FediDay hatte ich noch eine Idee.

Ein Problem ist ja, dass (gefühlt) immer mal wieder kleine Fediverse-Instanzen schließen. Aus welchen Gründen auch immer. Das wirft ja ein denkbar schlechtes Bild auf alle im Verbund. Bei den Banken in Deutschland gibt es ein System, das die gegenseitig für einander einspringen, falls eine den Bach runtergeht. So was Ähnliches könnten wir im Fediverse doch eigentlich auch machen. Sprich, wenn einer kein Geld mehr für eine kleine Instanz hat, die Hardware den Geist aufgibt oder sonstwas, dann könnte er sich an diesen Verbund wenden und sagen: „Übernehmt bitte xyz.social, hier ist die Domain”.

Bitte jetzt nicht als erstes mal technisch lösbare Probleme wie Backups diskutieren! Die Frage ist, ob WIR - also die Server Betreiber - so was prinzipiell machen würden oder nicht. Ich hätte keine Probleme damit, ein paar kleine Instanzen auf den vutuv.de Servern ein Gnadenbrot zu geben. Ich will nur nicht der Einzige sein. Das muss schon fair unter allen aufgeteilt werden.

Was meint Ihr? Wie gesagt: Bitte erst mal das “ob überhaupt” diskutieren. Danach kann man dann über die technische und organisatorische Probleme sprechen. Wo ein Wille …

#vutuv #Mastodon #Fediverse #FediDay

Als Antwort auf Stefan Wintermeyer

I don’t think I’ve seen this “self-healing” approach to services yet, but it would be amazing.

It obviously brings a lot of concerns (domain ownership, data backup and exfiltration, how you handle updating your safety net servers if those close first, etc).

But the benefits are definitely there and definitely wonderful. But it’s clearly a server and infrastructure problem that might force some “if you want this feature, you must deploy this way” requirements.

Als Antwort auf Stefan Wintermeyer

Deine Idee finde ich sehr gut – und Doris und ich wären bei einem solchen Verbund grundsätzlich dabei.

Für eine gegenseitige Absicherung sehe ich zunächst zwei denkbare Wege:

  1. Die vollständige Übernahme einer aufgegebenen Instanz einschließlich der Domain auf einen anderen Server innerhalb des Verbundes.
  2. Die Übernahme bzw. Migration der Benutzerkonten einer aufzugebenden Instanz auf eine bereits bestehende Instanz.

Für uns wäre dabei wichtig: Benutzer, die auf diese Weise „aufgefangen“ werden, wären keine Benutzer zweiter Klasse. Wir würden keinen Unterschied zwischen den bisherigen Benutzern unserer Instanz und den übernommenen Benutzern machen.

Unabhängig davon, wie die technische Umsetzung später konkret aussieht, sprichst du damit aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Thema an. Gerade wenn kleinere Instanzen verschwinden, betrifft das nicht nur deren Betreiber und Benutzer, sondern letztlich auch das Vertrauen in das Fediverse insgesamt.

Deshalb wäre es gut, wenn möglichst viele Instanzbetreiber und Administratoren darüber sprechen würden, ob wir uns gegenseitig auf diese Weise absichern wollen.

Das „Ob“ würde ich für uns jedenfalls klar mit Ja beantworten.

Als Antwort auf Steffen 🦉🇪🇺

Es ist nicht umsonst im Mastodon Covenant der Passus drin, dass bei einem Aufgeben der Instanz die User mindestens 3 Monate Zeit für einen Umzug bekommen. Ich hab das bei mir so geregelt, dass der Admin von glasgow.social Zugriff auf den Server von ailbhean.co-shaoghal.net hat.

So ne Art Patenschaften könnte man machen, dass ein Admin einer anderen Instanz Zugriff hat. Da muss dann aber auch das Vertrauen da sein, dass man philosophisch miteinander kompatibel ist.

Als Antwort auf Mensch, Marina

Tatsächlich etwas, das auch mit Value Flows abgebildet werden kann.

hachyderm.io/@sabrinkmann/1172…

CC @sabrinkmann

@wintermeyer


@jon Ich finde die Wortschöpfung auch sehr passend.
Flohmarkt gibt es schon deutlich länger als es den FEP-0837 gibt codeberg.org/fediverse/fep/src…
Seit ca. 5 Monaten benutzt Flohmarkt den ersten Teil vom FEP. Also seit dem Zeitpunkt sind alle Angebote als Proposal mit Intent ausgeliefert, nach valueflow. Ich selbst bin aber nicht teil vom Flohmarkt team.

// @DresdnerForschungswerk


Als Antwort auf jon

Danke für den Input. Was denkst du, wäre konkret von Valueflow etwas, das man gut übernehmen könnte?
Generell glaube ich, dass ein Verband für die verschiedenen Instanzbetreiber*innen spannend sein könnte. Ich weiß, dass es im E-Commerce-Bereich so etwas wie den Händlerbund gibt.
Dort gibt es viele rechtliche Vorlagen, Absicherungen und teils auch Versicherungen.

Mensch, Marina hat dies geteilt.

Als Antwort auf Mensch, Marina

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Mich beschäftigt schon länger der Gedanke, wie man mittels #CiviCRM einen Fediverse-Verband realisiert. Auch die Idee von @wintermeyer ließe sich damit sehr gut abbilden - also neben den üblichen Sachen wie Mitgliederverwaltung, Unterstützer, Mitgliedsgebühren, Spenden, Verteiler, Veranstaltungen usw. Wer möchte mit mir loslegen? polbeo.de/registrieren
Fragen? Fragen!
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Dienstag, 15. September 2026, 05:03)

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Als Antwort auf Stefan Wintermeyer

Ja, der Link ist korrekt, um eine CiviCRM-Instanz anzufordern. Um es besser einordnen zu können, empfehle ich das hier zu lesen: "Bei der Entscheidung für CiviCRM besteht ein wesentlicher Teil der Make-or-Buy-Entscheidung in der Frage, wer dauerhaft dessen technischen Betrieb übernehmen möchte." polbeo.de/wie-civicrm-gepflegt…
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Dienstag, 15. September 2026, 07:39)
Als Antwort auf Plinubius 🇪🇺

Ich finde den CiviCRM-Gedanken interessant und kann mir gut vorstellen, dass so etwas später für die organisatorische Verwaltung eines Fediverse-Verbundes hilfreich sein kann – etwa für Mitglieder, Instanzen, Unterstützer und konkrete Hilfsfälle.

Ich würde nur gern zwei Ebenen auseinanderhalten: Die ursprüngliche Frage war für mich zunächst, ob wir Instanzbetreiber grundsätzlich bereit sind, füreinander einzustehen und im Notfall Instanzen oder deren Nutzer aufzufangen. Erst wenn wir dieses „Ja, wir wollen das“ haben, würde ich die Frage anschließen, mit welchen organisatorischen und technischen Werkzeugen wir es abbilden.

CiviCRM könnte dafür durchaus ein Baustein sein – aber die gemeinsame Idee und die Regeln sollten aus meiner Sicht zuerst stehen.