Schnelles Internet für alle?

Dieser Tage haben wir uns ein Grundstück im Erzgebirge angesehen (wir suchen aktuell ein Grundstück im Wald mit bewohnbaren Wohngebäude). Es hantelte sich um ein größeres Grundstück mit Wohngebäude im ländlich waldreichen Gebiet. Dieses Haus ist seit ca. 15 Jahren unbewohnt und kaum reparabel. Wir waren uns alle einig, das beste wäre abreisen und neu bauen.

In diesem Haus lag funktionierend Glasfaser an. Nachfragen diesbezüglich ergaben, dass die dortige Gemeinde diese Anschlüsse bezahlt hat. Also jeder in der dortigen ländlichen Umgebung hat Glasfaser.
Jetzt klingt das fast so, als käme bei mir Neid auf. Nein. Das eher nicht. ABER Fragen. Hier in der Königsteiner Umgebung, welche nicht ganz so ländlich und abgelegen ist, vernehmen wir bezüglich Glasfaser / schnelles, stabiles Internet nur merkwürdige "Sprüche". Einige Anwohner bekamen teure Vertragsangebote.

Was ist nur los hier. Schnelles, stabiles Internet sollte so langsam zu den Grundrechten aller Menschen werden. Die ländliche Umgebung im Erzgebirge zeigt, dass das möglich ist. Warum hier nicht?

Als Antwort auf Steffen 🦉🇪🇺

Bei uns (auch ländlich) hat sich der Bürgermeister dafür stark gemacht, Anbieter angefragt und rangezogen, im Amtsblatt geworben und als 30% Vorverträge im Ortsteil abgeschlossen waren, wurde begonnen.
Nach und nach wurden und werden alle Ortsteile "verkabelt" (90% fertig). Early Adopter, also diejenigen die Vorverträge hatten (bis zum Zeitpunkt der Verlegung möglich) bekamen kostenlos den Anschluss ins Haus. Wer später dran ist muss 700€ für den Hausanschluss zahlen.
Klar muss man die ersten zwei Jahre beim Netzbetreiber bleiben und etwas mehr zahlen. Aber danach ist man wieder frei in der Auswahl der Anbieter.