Aus aktuellem Anlass:
Ich booste keine Beiträge, in denen Hashtags im Fließtext geschrieben werden.

Grund: Screenreader.

Menschen, die auf einen Screenreader angewiesen sind, bekommen jeden Hashtag als
"Hashtag Thema" vorgelesen.

Beispiel (Screenrender-Nutzende können hier abbrechen, wenn sie es sich nicht anhören wollen):
"Dieser #Absatz enthält #Hashtags, die im #Text eingefügt sind. #Manchmal #schreiben #Fedizens auch mehrere #Hashtags #direkt hintereinander."

Das klingt im Screenreader dann so:
"Dieser HASHTAG Absatz enthält HASHTAG Hashtags, die im HASHTAG Text eingefügt sind. HASHTAG Manchmal HASHTAG schreiben HASHTAG Fedizens auch mehrere HASHTAG Hashtags HASHTAG direkt hintereinander."

Na, nervt euch der Absatz auch so, wie mich?

Sich dessen bewusst zu sein und es zu vermeiden, ist ein Schritt zu mehr Inklusion.

Besser: Hashtags am Ende auflisten, wie hier:

#Screenreader #Inklusion

Als Antwort auf fasnix - archiviert

Schön, dass du das Thema aufgegriffen hast. Mich persönlich nervt das Hashtag-Geschreibsel im Fließtext sogar beim lesen. Ja, so individuell sind wir Menschen eben.

Kleine Ergänzung weil einige mit der 500-Zeichen-Begrenzung begründet haben: Wem die 500 Zeichen zu wenig sind, der müsste darüber nachdenken, ob er die richtige Fediverse-Anwendung für sich nutzt.

Als Antwort auf fasnix - archiviert

Naja, dafür bricht Hashtags am Ende halt mit der ganzen Idee von Hashtags. Sind dann halt effektiv normale Tags - losgelöst vom Inhalt und zusätzlichen Platz (visuell und hörbar) beanspruchend.

Davon abgesehen finde ich übermäßige Hashtags im Fließtext aber ebenfalls nicht gut. Empfinde das auch ohne Screenreader als störend.

Als Antwort auf fasnix - archiviert

Zuerst: Danke fürs Aufmerksam machen.

Leider kann ich wirklich nicht beurteilen wie moderne Screenreader arbeiten, da es sehr lange her ist, dass ich mit einem solchen Setup flüchtig Kontakt hatte.

Deswegen ist ein solcher Hinweis wertvoll.

Allerdings haben Hashtags in Mastodon eine Funktion: Sie sollen beim Auffinden von Themen helfen, sie dienen zum Folgen oder Stummschalten von Themen.

Gleichzeitig hat Mastodon ein Zeichenlimit. 1/3

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Sonntag, 4. Januar 2026, 19:20)
Als Antwort auf kontrollierterWahnwitz

Aus diesem Grund sehe ich es nicht immer als praktikabel an, Stichworte als Hashtags ans Ende zu setzen.

Auf Hashtags zu verzichten bedeutet, sich selbst einer der wenigen Möglichkeiten zu berauben, sich die eigene Timeline zu gestalten.

Mastodon hat sich mit verbesserter Suchfunktion und durch die separate Anzeige der Tags am Ende eines Post verändert.

Wir müssen gemeinsam herausfinden, wie daraus eine gute Etikette entsteht.

Boykott, weil andere es nicht so machen,

2/3

Als Antwort auf kontrollierterWahnwitz

@kontrollierterWahnwitz Vielen Dank aus Betroffenensicht. - Allerdings sagt mein Screenreader einfach "Nummernzeichen"-Fediverse oder so, was mich persönlich, Betonung auf persönlich, nicht besonders stört. Ich kann beide Argumentationen nachvollziehen und möchte mich vor allem bedanken, dass ihr euch so viele Gedanken macht.
Als Antwort auf fasnix - archiviert

Danke, fürs erklären. Ich mache das seit Jahren am Ende, mit sehr sehr wenigen Ausnahmen wenn ich eh nur einen einzigen Hashtag benutze. Mir war aber garnicht so bewusst, das es auch für Menschen die Screenreader nutzen doof ist.

Ich kann solche Texte auch nur schwer lesen und es kostet mich sehr viel mehr Energie. Keine Ahnung, ob es am Autismus, am ADHS oder an der latenten LRS liegt.

Als Antwort auf fasnix - archiviert

Ich gehöre zu denen, die nach eigener Einschätzung bislang überdurchschnittlich viele Hashtags in eigene Fließtexte eingebaut hatten. Wenn auch wohlüberlegt und nicht jedes Adjektiv oder Verb.

Ich hoffe das Bewusstsein darum in mir zu verstetigen und über Entwicklungen informiert zu bleiben. Mit dem folgen der Hashtags am Ende des Beitrags bin ich da guter Dinge. Es ist schön wie konstruktiv wir einander auf Schieflagen hinweisen und gemeinsam zu besseren Zuständen kommen können. Ginge das doch nur in noch viel mehr gesellschaftlichen Bereichen. Danke jedenfalls für die Sensibilisierung!

Mit grafischen Emojis habe ich mich lange zurückgehalten, verwendete stattdessen nur Zeichenfolgen wie wohl die berühmteste und älteste mit dem sich ein Lächeln ausdrücken lässt 😀 Doch seit ich die BlobCats entdeckt habe finde ich die toll und außerdem bedeutend ausdrucksstärker und vielseitiger. Wenn sie nicht Überhand nehmen, bereichern sie in meinen Augen Beiträge.

Das wäre wohl der nächste Punkt an den es für mich im Anschluss Hand anzulegen gilt. Für die BlobCats gibt es soweit ich weiß keine extra dafür vorgesehene Funktion einen Alt-Text hinzufügen. Manuell geht das natürlich, entweder bevor oder nachdem der Code folgt. :BlobCat_Hyperthink: Darüber intensiver nachzudenken dürfte sich auch lohnen.

#Screenreader #Inklusion #Sensibilisierung #Barrierefreiheit #Accessibility

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Montag, 5. Januar 2026, 20:28)
Als Antwort auf fasnix - archiviert

@flo Die Praxis resultiert aus der auf Mastodon und bei Blusky noch mehr üblichen starken Längenbegrenzung; Wiederholen der Hashtags am Ende kostet zusätzlich Platz im Vergleich zu hashtaggen von sowieso verwendeten Wörtern im Fließtext. Auch so ein Grund warum ich bei Friendica und nicht bei Mastodon bin. Ansonsten, kann man die Screenreader nicht so einstellen dass sie die Hashtags eben einfach nicht aussprechen?
Als Antwort auf fasnix - archiviert

Ist ja nett, aber um solche Romane schreiben zu können wie Du mit Hashtags am Ende, muss das der eigene Server erst einmal erlauben.
Grüne.social erlaubt nur um die 500 Zeichen, das erhöht die Lesbarkeit, macht aber Hashtags im Text erforderlich.

#KeinPlatzFuerHashtags #Hahtag

Als Antwort auf fasnix - archiviert

ich hatte mich schon gefragt was eleganter ist: hashtags im text oder am ende?

auch ohne screenreader ist es im text schlechter lesbar (visuelle Unruhe), aber am ende erzeugt es mehr zeichen

unabhängig davon: sollte assistenztechnologie nicht so entwickelt werden, dass sie in der realität funktioniert? also auch mit hashtags im text? wenn es open source ist könnte es von fähigen menschen angepasst werden, statt von einem unternehmen abhängig zu sein, was sich nich wirklich interessiert

Als Antwort auf fasnix - archiviert

Was ein Thread. Danke für den Denkanstoß. Ich oute mich mal als Depp, der die Dinger gerne im Fließtext verwendet hat, wenn auch eher 3 als 5, aber ohne einen Gedanken an die Nutzbarkeit. Da schließe ich einfach zu fix von mir auf andere. Und ich hatte mir den : als Genderzeichen angewöhnt, weil ich hörte, dass er den Lesefluss nicht so stört wie das *. Da stehe ich nun und überarbeite mal fix mein Profil.
Als Antwort auf fasnix - archiviert

Hatte das schonmal als Hinweis von einer auf Screenreader angewiesenen Person hier irgendwo gelesen.

Seitdem kommen die Hashtags einfach ans Ende. Das hat auch den Vorteil, dass sie bspw. bei Mastodon auch noch einmal anders dargestellt werden im Vergleich zu Hashtags im Fließtext, die leichter untergehen können.

Als Antwort auf Simone

@Simone21
Ein Nachteil an mastodon.social ist halt, dass es a) die größte Instanz ist und deshalb b) auch viele Spammer anzieht, weswegen mastodon.social bei vielen Instanzen blockiert ist!

Ich verstehe, dass es immer mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, sich eine neue Instanz zu suchen.
Aber es kann sich halt auch lohnen.
Kannst am Ende aber natürlich nur du entscheiden.

Als Antwort auf fasnix - archiviert

Danke für die Sensibilisierung. Ich wusste das alles nicht, werde es ab sofort beherzigen. Ich hab auf meiner Instanz 1000-Zeichen-Limit und auch keine Schmerzen mit Nachrichtenketten. Dass aus meinem Toot ein Thread wird, das wünsche ich mir doch eh.

Warum wird hier teils so aggressiv diskutiert? Wie bei den Bildbeschreibungen ist diesem Thema am besten durch aufmerksame Autor.inn.en und durch Technik beizukommen. Automatisch geänderte Darstellungen sind schwierig, aber warum sollte es nicht wie altbots auch tagbots geben können?

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