Es ist immer wieder eine kleine Schreckensmeldung: „Wir müssen tanken!“ ⛽😳

Der Blick auf die Preistafel an deutschen Tankstellen lässt einen inzwischen regelmäßig erschaudern. Bei uns lag Super heute bei 2,509 € pro Liter.

Und dabei denke ich nicht nur an uns selbst. Was bedeuten solche Preise für Menschen, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind? Für Pflegekräfte, Lieferdienste, Handwerker, kleine und große Unternehmen, Familien und viele andere? Steigende Kraftstoffpreise bleiben eben nicht nur an der Zapfsäule hängen – sie wirken sich irgendwann auf viele Bereiche des täglichen Lebens aus.

Wir haben wenigstens das Glück, sehr dicht an der tschechischen Grenze zu wohnen. Für uns lohnt es sich deshalb, für eine Tankfüllung einmal kurz über die Grenze zu fahren.

Heute kostete Natural 95 in Hřensko 44,50 CZK pro Liter. Das entspricht beim heutigen Wechselkurs ungefähr 1,83 € pro Liter – dazu kommen bei Kartenzahlung natürlich noch geringe Fremdwährungsgebühren.

Uns ist natürlich bewusst: Nicht jeder hat diese Möglichkeit. Wer weit von einer Grenze entfernt wohnt oder täglich viele Kilometer fahren muss, kann den hohen Preisen kaum ausweichen.

Und genau deshalb erschreckt mich der Blick auf die deutschen Preistafeln derzeit umso mehr. ⛽

#Benzinpreise #Tanken #Spritpreise #Tschechien #Hrensko #Alltag

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Als Antwort auf Bärbel Schmidt

Da gebe ich dir grundsätzlich recht – ein Wandel ist notwendig und wird auch kommen. Nur ist das in der Praxis nicht überall so einfach umzusetzen. Gerade auf dem Land ist der ÖPNV vielerorts noch weit davon entfernt, eine echte Alternative zum Auto zu sein. Dazu kommen Berufe und Bereiche, in denen Menschen auf individuelle Mobilität angewiesen sind. Deshalb wird es nicht nur eine Lösung geben, sondern Veränderungen in vielen Bereichen brauchen: bessere öffentliche Verkehrsmittel, andere Antriebe, neue Mobilitätskonzepte und eine Infrastruktur, die das auch wirklich ermöglicht.
Als Antwort auf Doris

Es gibt nun schon eine Weile batterie-elektrische Fahrzeuge. Der Strompreis, den ich im Durchschnitt für das Laden bezahle, ist seit Jahren gleich. Auf 100 km kostet der Verbrauch etwa sechs Euro. Ein durchschnittlicher Verbrenner kostet das Dreifache.
Daneben gibt es weniger Reparaturen, Steuern und mehr Geld vom Staat.

Verbrenner fahren, ist etwas für Leute, die zuviel Geld haben. 😉

Als Antwort auf qbi

Da hast du bei den laufenden Kosten eines E-Autos natürlich einen wichtigen Punkt, qbi. 🙂 Den Satz ‚Verbrenner fahren ist etwas für Leute, die zu viel Geld haben‘ finde ich trotzdem etwas zu pauschal.

Viele Menschen fahren ihr vorhandenes Auto möglichst lange, pflegen es und können sich schlicht nicht mal eben ein neues oder anderes Fahrzeug leisten. Gerade kleinere Verbrenner können zudem recht sparsam sein. Und auch aus Ressourcensicht kann es sinnvoll sein, ein vorhandenes Fahrzeug weiter zu nutzen, statt es vorschnell zu ersetzen.

Dazu kommt die Infrastruktur. Gerade in kleineren Ortschaften sind die örtlichen Stromnetze nicht überall darauf ausgelegt, dass sehr viele Fahrzeuge gleichzeitig mit hoher Leistung laden. Dafür sind teilweise Netzausbau und intelligentes Lastmanagement nötig. Die örtlichen Stromnetze und Hausanschlüsse müssen dafür teilweise erst ausgebaut werden. Und wer – wie wir – keinen eigenen Stellplatz direkt am Haus hat, kann eben auch nicht einfach eine Wallbox an die Wand schrauben.

Das Thema ist also deutlich komplexer als nur ‚E-Auto ist billiger‘ oder ‚Verbrenner ist zu teuer‘. Der Wandel wird kommen und ist notwendig, aber er wird nicht von heute auf morgen überall gleich funktionieren. Dafür müssen Netze, Ladeinfrastruktur, Wohnsituation und natürlich auch die finanziellen Möglichkeiten der Menschen zusammenpassen.

Das Thema könnte man jetzt noch sehr weit vertiefen – aber das sprengt hier vermutlich den Rahmen. 😉