🤖 KI ist weder Heilsbringer noch Teufelszeug – sie ist ein Werkzeug.

Kaum ein technisches Thema wird derzeit so emotional diskutiert wie Künstliche Intelligenz.

Auf der einen Seite werden enorme Erwartungen geweckt. Auf der anderen Seite wird teilweise bereits die bloße Nutzung von KI pauschal verurteilt.

Ich finde: Beides hilft uns nicht weiter.

Für mich ist KI zunächst einmal ein Werkzeug. Eines, das inzwischen erstaunlich nützlich sein kann.

Bei der Fehlersuche auf einem Server. Beim Analysieren von Logdateien. Beim Programmieren. Bei der Recherche. Um komplizierte Zusammenhänge verständlicher aufzubereiten. Oder manchmal auch einfach für eine kreative Spielerei.

Aber wie bei jedem Werkzeug gilt:

Benutze das Werkzeug, das dir bei der Lösung eines Problems hilft – aber verstehe, was du damit tust.

Denn KI kann Fehler machen. Sie kann Dinge erfinden. Und sie kann falsche Antworten mit einer Überzeugung präsentieren, bei der man zweimal hinschauen sollte. 😉

Gerade deshalb ersetzt KI für mich weder Wissen noch Erfahrung oder eigenes Denken.

Genauso wenig sollten wir die berechtigte Kritik ausblenden: Energie- und Ressourcenverbrauch, Trainingsdaten und Urheberrecht, Datenschutz, Abhängigkeiten von großen Konzernen und die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Technologie sind wichtige Themen.

Darüber müssen wir reden – sachlich und durchaus kritisch.

Was mir dagegen zunehmend schwerfällt, ist die pauschale Einteilung in „KI ist großartig“ oder „KI ist grundsätzlich schlecht“.

Zwischen blinder Begeisterung und vollständiger Verteufelung gibt es ziemlich viel Raum für einen vernünftigen Umgang mit dieser Technologie.

Und am Ende bleibt für mich ein entscheidender Punkt:

Ein Werkzeug nimmt uns die Verantwortung für seine Verwendung nicht ab.

Genau darüber habe ich im Admin-Blog etwas ausführlicher geschrieben:

➡️ KI im Werkzeugkasten des Admins – weder Heilsbringer noch Teufelszeug

Mich würde interessieren, wie ihr das seht: Welche Rolle spielt KI inzwischen für euch? Nützliches Werkzeug, etwas, das ihr bewusst meidet – oder irgendwo dazwischen?

#KI #KünstlicheIntelligenz #AI #OpenSource #Linux #Administration #DerAdmin

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Als Antwort auf Doris

Wir haben seit kurzem eine Konzern-KI. Ich bin frischgebackener Teamleiter und bin aktuell dabei für die Änderungen der Aufgaben des Teams Konzepte zu entwickeln. Die KI kann mir diese Aufgabe nicht abnehmen. Sie hilft mir aber bei der Formulierung. Sie hilft logische Schwächen in den Texten zu erkennen. Und auch Emotionen, die dort nicht hingehören, zu eleminieren.
Für mich ist die KI wertvoll geworden, aber keine Konkurenz, die meine Arbeit ersetzen kann.
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Dieter Hametner

@allgeier Ich sehe viele Vorteile in der Nutzung von KI als Technologie. Allerdings muss diese Technologie, wie jede Andere richtig angewendet werden. Und man muß für die Anwendung dann auch die Verantwortung tragen.
Bei letzterem sehe ich aber die größten Schwächen im Umgang damit auf allen Ebenen.
Mit den aktuell am Markt befindlichen KI Systemen, begeben wir uns aber zusehends in die Abhängigkeit einer unheiligen Allianz von "global Playern" mit einem fragwürdigen Menschenbild.

Rana hat dies geteilt.

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Dieter Hametner

@allgeier Die ist ganz klar offen. Aber der Ausweg wird nicht die Ablehnung sein können. Ich träume ja von einer demokratisch kontrollierten Volks-KI, kostenlos für Jeden, finanziert aus der längst fälligen Reichensteuer/Erbschaftssteuer.

Und damit habe ich mich dann auch gleich als linker Spinner geoutet 🤓

Aber manche Ideen müssen halt auch mal geäußert werden.

Als Antwort auf Doris

@Doris Ich stoße mich genau an all dem, was du im Blog-Artikel unter "Die Kritik an KI ist trotzdem notwendig" schreibst, und vielleicht am meisten noch an einer anderen Ebene: Es werden gerade enorm viele Ressourcen jeglicher Art (insb. Zeit und Aufmerksamkeit von mächtigen Menschen, aber halt auch absurde Geldmengen und natürliche Ressourcen) für etwas aufgebracht, das im Grunde unser Leistungsdenken und den globalen kapitalistischen Wettstreit noch stärker befeuert, anstatt mal innehalten und zu erkennen, dass wir eigentlich schon genug materiellen Wohlstand haben / haben könnten, aber unsere Welt grad an der Unfähigkeit zugrunde geht, miteinander und mit der Umwelt in gesunder Beziehung zu sein (=> Krieg und Klimawandel).

Ich finde, es fließen zu viele Ressourcen in Entwicklung und Umgang mit KI. Ich möchte es nicht verteufeln, aber ich möchte diesen Hype bremsen, damit sich zuerst überlegt werden kann, wie wir als Gesellschaft mit all den negativen Aspekten umgehen wollen. Ich selbst boykottiere KI deswegen komplett, und mir fehlt bisher nichts. Ich seh das wie viele andere Dinge, die ich boykottiere oder boykottieren will, etwa Amazon oder Meta uvm: Ich versuche es so gut wie möglich zu vermeiden, und wenn Vermeiden noch nicht 100% geht versuche ich wenigstens, es durch meine Verwendung nicht weiter anzufeuern.

Konkret heißt das: Ich würde meinem Umfeld nicht erzählen, dass ich etwas von Amazon gekauft habe oder etwas mit KI gemacht habe (was beides schönerweise nicht vorkommt, aber vllt anderes). Ich will das nicht normalisieren, solange in der Gesamtheit die negativen Aspekte massiv dominieren. Wo ich gegen meine Werte handle will ich wenigstens nicht andere dazu motivieren, auch gegen meine Werte zu handeln - quasi das Gegenteil von "Tue Gutes und rede darüber".

Deswegen verteufle ich es nicht, wenn jemand für sich KI sinnvoll und bewusst für wichtige Sachen einsetzt. Aber wenn es dann auch öffentlich in der Kommunikation mit anderen für mMn. unwichtige Sachen wie ein süßes Katzenfoto eingesetzt wird, wo doch eh jedes Katzenfoto sowieso schon süß ist, und durch diesen Einsatz die Verwendung von KI in ihrem derzeitigen, kranken System weiter normalisiert wird, dann sehe ich darin auch eine politische Handlung und finde ich das falsch. (Und verteufle trotzdem nicht den Menschen dahinter 😛)

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Donnerstag, 27. August 2026, 07:40)
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