Schlafplätze – Ruhe, Sicherheit und natürliche Bedürfnisse
Schlafplätze – Ruhe, Sicherheit und natürliche Bedürfnisse
Katzen verbringen einen großen Teil des Tages mit Schlafen und Dösen. Je nach Alter, Aktivität, Jahreszeit und Gesundheitszustand können das durchaus 14 bis 18 Stunden täglich sein. Bei Kitten und älteren Katzen manchmal sogar noch mehr.
Diese langen Ruhezeiten sind völlig normal und für Katzen wichtig. Im Schlaf erholt sich der Körper, Erlebtes wird verarbeitet und Stress kann abgebaut werden. Ein guter Schlafplatz ist deshalb mehr als nur ein gemütliches Plätzchen. Er gehört zu einer Umgebung, in der sich eine Katze sicher und wohlfühlen kann.
Mehrere Schlafplätze gehören einfach dazu
Die meisten Katzen haben nicht nur einen festen Schlafplatz. Sie wechseln ihre Lieblingsplätze immer wieder, manchmal sogar mehrmals am Tag. Das hängt unter anderem von der Temperatur, dem Licht, der Tageszeit und natürlich auch davon ab, ob die Katze gerade ihre Ruhe möchte oder lieber in unserer Nähe ist.
Morgens kann die sonnige Fensterbank interessant sein, später vielleicht ein erhöhter Platz mit guter Aussicht und abends das Sofa oder Bett.
Deshalb sollte eine Katze möglichst mehrere Schlafplätze zur Auswahl haben. Dabei muss es sich nicht immer um gekaufte Katzenbetten handeln. Eine Decke auf einem sicheren Regal, ein Platz auf der Fensterbank oder auch der berühmte Karton können genauso beliebt sein.
Der Standort ist wichtiger, als man denkt
Ob ein Schlafplatz angenommen wird, hängt oft weniger vom Katzenbett selbst als von seinem Standort ab. Viele Katzen mögen erhöhte Plätze, weil sie von dort ihre Umgebung gut im Blick haben und sich gleichzeitig sicher fühlen.
Mitten im Durchgang ist dagegen meistens keine gute Wahl. Dort wird die Katze ständig gestört und kommt kaum richtig zur Ruhe. Auch Plätze direkt neben einer Tür, lauten Haushaltsgeräten oder der Katzentoilette sind eher ungeeignet.
Ein guter Schlafplatz sollte ruhig und sicher sein und der Katze möglichst die Möglichkeit geben, ihre Umgebung trotzdem ein wenig im Auge zu behalten.
Offener Liegeplatz oder lieber eine Höhle?
Das ist ganz unterschiedlich. Manche Katzen schlafen gern offen und erhöht und möchten auch beim Dösen noch mitbekommen, was um sie herum passiert. Andere ziehen sich lieber in eine Höhle oder einen geschützten Winkel zurück.
Gerade etwas vorsichtigere oder unsichere Katzen können solche geschützten Rückzugsorte sehr mögen. Dort sind sie vor Blicken und Störungen abgeschirmt. Ein offener Schlafplatz bietet dagegen mehr Überblick und gleichzeitig die Möglichkeit, in der Nähe ihrer Menschen zu bleiben.
Am besten bietet man beides an. Die Katze kann dann selbst entscheiden, was ihr gerade lieber ist.
Bequem, stabil und sauber
Auch beim Material haben Katzen ihre eigenen Vorlieben. Manche lieben weiche und flauschige Unterlagen, andere legen sich lieber auf etwas festere Flächen. Entscheidend ist letztlich, dass die Katze den Platz gerne nutzt.
Was allerdings wichtig ist: Der Schlafplatz sollte sicher und stabil sein. Gerade bei erhöhten Liegeplätzen darf nichts wackeln oder verrutschen. Wenn eine Katze sich dort unsicher fühlt, wird sie den Platz wahrscheinlich nicht lange nutzen.
Waschbare Decken und Bezüge sind ebenfalls sinnvoll. Haare, Hautschuppen und Staub sammeln sich nun einmal an und besonders während des Fellwechsels lohnt es sich, die Schlafplätze regelmäßig zu reinigen.
Wärme ist beliebt
Viele Katzen suchen sich ganz gezielt warme Schlafplätze. Eine sonnige Fensterbank oder ein gemütlicher Platz in Heizungsnähe wird deshalb oft sehr gerne angenommen.
Trotzdem sollte die Katze immer die Möglichkeit haben, auf einen kühleren Platz auszuweichen. Das gilt besonders an warmen Sommertagen. Auch Zugluft sollte am Schlafplatz möglichst vermieden werden.
Schlafplätze im Mehrkatzenhaushalt
Leben mehrere Katzen zusammen, sollten auch mehrere Schlafplätze vorhanden sein. Sinnvoll ist es, sogar etwas mehr Plätze anzubieten, als Katzen im Haushalt leben.
So kann jede Katze ausweichen und sich zurückziehen, wenn sie ihre Ruhe haben möchte. Das ist auch bei Katzen wichtig, die sich gut verstehen. Nur weil zwei Katzen miteinander auskommen, bedeutet das schließlich nicht, dass sie immer zusammen schlafen möchten.
Räumlich getrennte Ruheplätze können deshalb gerade im Mehrkatzenhaushalt viel zur Entspannung beitragen.
Und dann wäre da noch unser Bett
Viele Katzen schlafen ausgesprochen gerne im Bett ihres Menschen. Dagegen spricht grundsätzlich nichts. Häufig zeigt es einfach, dass die Katze unsere Nähe sucht und sich bei uns sicher fühlt.
Ob die Katze ins Bett darf oder nicht, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Wichtig ist nur, möglichst konsequent zu bleiben. Wenn etwas heute erlaubt und morgen plötzlich verboten ist, kann eine Katze schlecht verstehen, warum das so ist.
Schlafplätze sind für Katzen Rückzugsorte, Aussichtspunkte und Orte, an denen sie sich sicher fühlen können. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Möglichkeiten anzubieten und dabei auch ein wenig darauf zu achten, welche Plätze die eigene Katze von sich aus bevorzugt.
Denn am Ende zeigt uns unsere Katze meistens ziemlich deutlich, wo sie am liebsten schlafen möchte.
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