Katzen in der Malerei: Gottfried Mind (1768–1814)


Gottfried Mind


Gottfried Mind wurde 1768 in Bern geboren und starb dort 1814. Seine Familie stammte ursprünglich aus Ungarn, sein Vater arbeitete als Holzschnitzer, was den jungen Gottfried früh mit handwerklichem Geschick in Berührung brachte. Mind galt zeitlebens als geistig eingeschränkt und sozial zurückgezogen, fand aber in der Malerei und im Zeichnen einen Ausdrucksweg, der ihm große Anerkennung einbrachte. Er erhielt Unterricht bei dem Berner Maler Sigmund Freudenberger, blieb jedoch in seiner Art sehr eigenständig und ließ sich kaum von akademischen Konventionen leiten.

Künstlerisch widmete sich Mind vor allem Tier- und Alltagsmotiven, wobei Katzen zu seinem absoluten Lebensthema wurden. Er beobachtete die Tiere offenbar stundenlang in seiner unmittelbaren Umgebung und hielt sie mit bemerkenswerter anatomischer Genauigkeit und Lebendigkeit fest, oft in häuslichen Szenen mit Kätzchen, beim Spielen oder in ruhigen Momenten. Diese Treffsicherheit in Ausdruck und Haltung der Tiere brachte ihm schon zu Lebzeiten den Beinamen “der Katzenraffael” ein, und seine Werke wurden auch außerhalb der Schweiz, etwa in England, gesammelt und geschätzt.

Katzenmutter mit Kätzchen


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