Wie schnell atmet eine schlafende Katze?


Wie schnell atmet eine schlafende Katze?

Wer eine Katze hat, kennt den Anblick: Sie liegt zusammengerollt da, und der Bauch hebt und senkt sich im ruhigen Takt. Aber was ist eigentlich normal? Und ab wann sollte man genauer hinschauen?

Dazu gibt es eine Studie, die Katzenhalter selbst durchgeführt haben. Sie haben zu Hause die Atemzüge ihrer schlafenden Katzen gezählt, jeweils eine Minute lang im Tiefschlaf, über mehrere Tage verteilt. Untersucht wurden 141 Katzen: herzgesunde Tiere und Katzen mit einer Herzerkrankung, die noch keine Beschwerden verursacht hat. Beteiligt waren Halter aus den USA, Schweden, Italien und Israel.

Die Ergebnisse

• Im Schnitt atmen schlafende Katzen etwa 20 Mal pro Minute, bei gesunden wie bei herzkranken Tieren ohne Beschwerden.
• Fast alle Katzen liegen im Durchschnitt unter 30 Atemzügen.
• Junge Katzen atmen etwas schneller, der Wert sinkt, bis sie etwa 4 bis 5 Jahre alt sind.
• Das Körpergewicht spielt keine Rolle.
• Im Wachzustand, aber in Ruhe, liegen die Werte höher, im Schnitt bei etwa 25 bis 27 Atemzügen.
• Die Werte einer einzelnen Katze schwanken von Tag zu Tag nur wenig.
• Katzen mit einer weit fortgeschrittenen Herzerkrankung atmen im Schlaf im Schnitt etwas schneller als andere.

Was bedeutet das für dich?

Zählst du bei deiner schlafenden Katze mehrfach über 30 Atemzüge pro Minute, solltest du das tierärztlich abklären lassen. Ein einzelner hoher Wert ist noch kein Grund zur Sorge, entscheidend ist, ob er wiederholt auftritt. Eine Auffälligkeit kann dabei vom Herzen kommen, aber auch von der Lunge, zum Beispiel bei Asthma.

Umgekehrt gilt: Ein normaler Wert schließt eine Herzerkrankung nicht aus. Die Zahl ist ein Richtwert, keine Diagnose.

So zählst du richtig

Am besten zählst du, wenn die Katze tief schläft und nicht gerade träumt, also nicht zuckt oder mit den Pfoten paddelt. Die Raumtemperatur sollte angenehm sein, nicht direkt vor der Heizung oder in der Sonne. Ein Atemzug ist ein Heben und Senken des Brustkorbs. Zähle eine volle Minute, und wiederhole das an mehreren Tagen, dann bekommst du ein verlässliches Bild.

Quelle: Ljungvall I., Rishniw M., Porciello F., Häggström J., Ohad D.: Sleeping and resting respiratory rates in healthy adult cats and cats with subclinical heart disease. Journal of Feline Medicine and Surgery, 2014.


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