Ein Thema, über das wir vermutlich noch sehr lange diskutieren werden: Wie viel Regulierung braucht KI – und an welcher Stelle? 🤖⚖️

Ich möchte diesem Beitrag von @MenschAusDerMitte gern etwas mehr Reichweite geben, denn KI betrifft inzwischen immer mehr Bereiche unseres Alltags und unserer Arbeit.

Dabei finde ich es gerade spannend, dass die Sichtweisen so unterschiedlich sind. Manche sehen vor allem Chancen, andere Risiken, wieder andere beschäftigen sich besonders mit Datenschutz, Transparenz, Verantwortung oder den ganz praktischen Auswirkungen neuer Regeln.

Und genau das ist gut so. Wir müssen bei KI nicht alle zu denselben Antworten kommen. Wichtig ist vielmehr, dass wir uns überhaupt damit auseinandersetzen, Erfahrungen austauschen und auch unterschiedliche Positionen miteinander diskutieren.

Steffen hat unter dem Beitrag bereits seine ganz persönliche Sicht beschrieben – und auch ich merke immer wieder, dass sich meine Gedanken über KI mit der eigenen Nutzung und den Erfahrungen damit weiterentwickeln.

Deshalb meine Empfehlung: Lest den Beitrag und beteiligt euch an der Diskussion. Mich würde ebenfalls interessieren: Wo braucht KI aus eurer Sicht klare Regeln – und wo droht Regulierung eher zum Hemmschuh zu werden?

#KI #KünstlicheIntelligenz #AIAct #Digitalisierung #Fediverse


Wo und wie sollte KI reguliert werden? – Ein Update nach zwei Jahren EU AI Act



Ich hatte mir diese Frage bereits vor zwei Jahren gestellt – damals noch sehr grundsätzlich: Ethik, Sicherheit, Haftung, Datenschutz, internationale Zusammenarbeit. Sauber aufgelistet, aber ehrlich gesagt: das war Theorie.
kisegenoderfluch.blog/post/717…

Mittlerweile ist daraus ein ganzes Gesetzgebungswerk geworden. Und aus meiner Sicht als IT-Kauffrau, die beruflich genau weiß, wie schnell aus „Übergangsfrist“ plötzlich „auffällig gewordener Verstoß“ wird, lohnt sich ein Blick auf den Ist-Zustand.

Was inzwischen gilt:

  • Seit Februar 2025 gelten die Verbote des AI Act, etwa gegen Social Scoring oder manipulative KI.
  • Seit August 2025 die Pflichten für Anbieter allgemeiner KI-Modelle (GPAI) – inklusive Transparenz zu Trainingsdaten und Urheberrechten.
  • Seit August 2026 sind die Transparenzpflichten voll anwendbar, und die Kommission beginnt mit der Durchsetzung.


Was gerade in Bewegung gerät:
Der „Digital Omnibus on AI“ verschiebt zentrale Fristen: Hochrisiko-KI nach Anhang III erst ab Dezember 2027, in Produkte eingebettete Systeme erst ab August 2028. Offiziell, weil die technischen Normen noch fehlen – tatsächlich eine Mischung aus Pragmatismus und Standortpolitik. Datenschutzbehörden wie EDPB und EDPS kritisieren das zu Recht: Wer Fristen um bis zu 16 Monate streckt, riskiert, dass Grundrechtsschutz zur Verhandlungsmasse wird.

Meine Einschätzung:
Der risikobasierte Ansatz ist richtig – nicht jede KI braucht dieselbe Behandlung, ein Chatbot ist kein Medizinprodukt. Aber ich bleibe kritisch: Wenn Normen, Behörden und Leitfäden zwei Jahre nach Inkrafttreten immer noch nicht stehen, war entweder der Zeitplan unrealistisch oder der politische Wille zur Umsetzung halbherzig. Vermutlich beides.

Und eines sage ich als Renewal-Managerin aus Erfahrung: Aufgeschobene Compliance ist keine erledigte Compliance. Wer KI heute einsetzt, sollte Transparenz, Dokumentation und Datenschutz nicht erst machen, weil eine Frist es erzwingt, sondern weil es Professionalität ist. Deshalb kennzeichne ich KI-generierte Inhalte auch ohne Pflicht – wie das Bild zu diesem Post.

Wie erlebt ihr den AI Act? Spürbarer Schutz oder Brüsseler Papierkrieg?

[Bild: KI-generiert – Illustration einer Waage, auf der einen Seite ein KI-Chip, auf der anderen die EU-Flagge]

#KI #KIRegulierung #EUAIAct #DigitalOmnibus #KünstlicheIntelligenz #Digitalisierung #TechPolicy #Compliance #Fediverse


teilten dies erneut

⇧