#festivalrudolstadt #rudolstadt #folk #worldmusic
Meine Erinnerungen an die ersten Festivals sind auch durch und durch nostalgisch geprägt. Alleine schon die Tatsache, dass ich gerade 18 geworden war, voller Abenteuerdrang steckte und die ersten Reisen alleine, ohne Eltern und nur mit Freunden plante. Wir haben die Nächte durchgefeiert – alles war so neu, so aufregend.
34 Jahre später bin ich älter und gesetzter. Der Reiz des Neuen und Aufregenden hat sich gelegt. Camping brauche ich auch nicht mehr, seitdem Frau mehrmals in der Nacht aufs Klo rennen muss. Der Gedanke, sich früh morgens in eine lange Reihe anzustellen, weil alle das gleiche Bedürfnis haben und danach noch eine kalte Dusche abzubekommen, hat seinen Reiz auch schon lange verloren – ach halt – der Blasenreiz bleibt ja erhalten, aber reizvoll war das, glaube ich, nie.
Seit rund zehn Jahren haben wir nun ein Hotelzimmer in Saalfeld und das geben wir so schnell auch nicht wieder her.
Was aber seinen Reiz definitiv nie verloren hat und worauf ich mich jedes Jahr wieder freue, ist die Musik und sind die vielen freundlichen und fröhlichen Menschen. Es ist und bleibt ein Abtauchen aus dem Alltag und es ist Lebenselixier, das mir Schwung für’s ganze Jahr gibt.
Das mit dem Magnetclip finde ich übrigens sehr befremdlich. Warum soll ich das Bändchen abnehmen? Es wird erst am Abend der Rückreise abgenommen und kommt in ein extra Kästchen zu den anderen Bändern, Karten und dem Eintrittsbutton von 1991. Der einzige Grund, der mir einfällt, warum man das Bändchen mit einem Magnetclip zum Wiederverschließen versieht, ist, damit man mehr Leute mit einem Ticket aufs Gelände schleusen kann und sowas finde ich einfach nur PFUI!
taz.de/Festivals-im-Sommer/!61…
Festivals im Sommer: Der immer gleiche Urlaub
Neues entdecken und sich überraschen lassen ist der Antrieb, wieso man auf Festivals geht. Oder, sagt unser Kolumnist, man freut sich einfach am Wiedersehen.Jan-Paul Koopmann (taz.de)
Dieter Fröhling mag das.
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