Lesen in Zeiten in denen Nachhaltigkeit immer wichtiger wird



Soeben habe ich eine Tasche voll mit von mir nicht mehr gelesenen Büchern zum öffentlichen Tauschregal gebracht und dasselbe mit dem Inhalt gefüttert, um mir sodann einen abgegriffenen Band Schiller herauszuholen, der jetzt übergangsweise bei mir wohnt.
Mein bescheidener Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit: Ich kaufe mir physische Bücher nur noch neu, wenn ich sie wirklich unbedingt brauche, sie selbst haben muss und nicht anders erwerben kann. Ansonsten halte ich mich zu 99 Prozent an folgendes Ranking um an Lesestoff zu kommen:
1) Bücherei. Buch ausleihen oder onleihe nutzen. Oder Tauschregal, für Zufallsfunde.
2) E-Book kaufen, möglichst über den lokalen Buchhändler.
3) Buch gebraucht kaufen z.B. über Medimops.
4) Neukauf beim lokalen Buchhändler.
5) Nur wenn ich es wirklich nirgends sonst bekomme, ist Thalia oder Amazon am Zug, was vielleicht 1 mal im Jahr passiert.

Früher habe ich mir bedenkenlos ein neues Buch nach dem anderen gekauft. Auch weil ich dachte, der E Reader wäre weniger nachhaltig. Bis ich kapiert habe, dass das bei meinem Leseaufkommen nicht stimmt. Meinen Tolino nutze ich jetzt seit über 5 Jahren und er läuft noch wie geschmiert, da kann jedes Smartphone einpacken. Und selbst wenn er mir morgen unwiderbringlich kaputtgeht, hat er sich bei meinem Leseaufkommen wirklich rentiert und Bäume gerettet.

Lest ihr noch physische Bücher? Kauft ihr neu?

#leseliebe #bücher #ereader #bücherei

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Als Antwort auf Thweologin

Ich gebe zu seit vielen Jahren lese ich kaum noch Bücher, wenn dann sind es immer nur Fachbücher oder Kochbücher. Dabei habe ich hier viele Regale voller Bücher. Gern gehe ich auch ins Antiquariat und stöbere da etwas herum. Habe dabei auch schon ein paar "Schätze" für mich gefunden.
Ich finde die Idee von öffentlichen Bücherschränken toll. Hier in Königstein steht auch einer.
Als Antwort auf Thweologin

Ich lese mehr E-book als physisch, wo es geht, nehme ich das E-Book.
Aber!
Manche Bücher gibt es nur physisch. Ich war kürzlich erstaunt, daß es den Fänger im Roggen als E-Book nicht gibt. Dann gibt es Bücher als Print on Demand.
Und dann gibt es Bücher, die ich doppelt habe. Mein Lieblingsbeispiel: Meister und Margarita. Ja, habe ich als E-Book, kann ich im Bett lesen. Aber ich habe auch eine Printaussgabe, richtig mit Fäden gebunden, gedruckt, nicht belichtet, mit ganzseitigen Illustrationen, kongenial von Hans Fronius.
Für mich ist der E-Reader zum Textfressen, aber es gibt Bücher, die muß ich physisch haben.

Ach ja: Kunstbücher, Kataloge. die gehen als E-Book gar nicht.