Monika Lüner und ihr Katzenparadies im Tennengau


Monika Lüner und ihr Katzenparadies im Tennengau

Manche Katzen brauchen kein neues Zuhause, sondern einen Ort, an dem sie endlich bleiben dürfen. Genau das bietet das Katzenparadies Tennengau im Salzburger Land, mitten zwischen Wiesen, Wäldern, einem Gebirgsbach und hohen Bergen. Dahinter steht Monika Lüner, eine private Tierschützerin, die das Ganze ohne Verein stemmt.

Ein Zuhause für immer
Viele der Katzen stammen aus Tötungsstationen in Russland, Rumänien und Spanien, manche auch aus Weißrussland. Sie haben oft eine harte Vergangenheit hinter sich. Im Katzenparadies werden sie nicht weitervermittelt, sondern dürfen für den Rest ihres Lebens bleiben. Es ist also kein klassisches Tierheim, sondern ein dauerhafter Lebensplatz.

Das ist ein Ansatz, der zum Nachdenken anregt. Im Tierschutz geht es meist darum, ein Tier zu retten und dann zu vermitteln. Es gibt aber Katzen, die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben oder wegen Alter und Gesundheit schwer zu vermitteln sind. Für sie ist ein fester Platz, an dem sie nicht schon wieder alles verlieren, oft das Beste.

So sieht der Alltag aus
Die Katzen leben naturnah, mit Wiesen, Garten und Kratzbäumen. Auf den Fotos der Webseite sieht man sie beim Spielen, Erkunden und Sonnenbaden. Dazu kommen tierische Besucher aus der Umgebung: Pferde, Kühe, Kälber und Rehe mit ihren Kitzen. Auf der Seite steht, dass dort jeder jeden akzeptiert, und Monika Lüner beobachtet gern, wie die Tiere miteinander umgehen.

Jede Katze hat ihren eigenen Kopf
Auf der Webseite werden einzelne Katzen vorgestellt, nicht nur mit Foto, sondern mit ihrem Charakter. Bolleke zum Beispiel ist jung und verspielt, Felix dagegen eher zurückhaltend und sehr verschmust. So wird schnell klar, dass dort nicht einfach eine Anzahl Tiere versorgt wird. Jede Katze hat ihre eigene Persönlichkeit.

Geschichten aus dem Regenbogenland
Besonders berührend ist der Bereich "Meine Katzen im Regenbogenland". Dort stehen verstorbene Katzen nicht nur mit Namen und Datum, sondern mit ihrer ganzen Geschichte.

Basti kam aus einem Messie-Haushalt und landete im Tierheim Ostermünchen. Er brauchte sehr lange, bis er Menschen vertraute. Dabei halfen ihm andere Katzen aus der Gruppe. Später durfte er raus, entdeckte seine Umgebung und begleitete seine Bezugsperson sogar auf Wanderungen. Aus dem scheuen Kater wurde ein ganz anderes Tier. Er starb am 15. Januar 2019.

Auch die Geschichte von Fritzi und Fini ist dort zu lesen. Die beiden waren ein unzertrennliches Duo, und am Ende sehen sie sich an der Regenbogenbrücke wieder.

Solche Erinnerungen zeigen eine Seite des Tierschutzes, die man nicht sofort sieht: Verantwortung endet nicht mit der Rettung. Sie heißt auch, ein Tier auf seinem letzten Weg zu begleiten.

Die Versorgung kostet jeden Tag Geld
Futter, Streu, Tierarzt und Medikamente müssen bezahlt werden, dazu kommen unerwartete Kosten, wenn eine Katze krank wird. Da das Katzenparadies privat geführt wird, ist Unterstützung besonders wichtig. Auf der Webseite gibt es drei Möglichkeiten:
- 🔸 Patenschaft: Man kann Pate einer bestimmten Katze werden und weiß dann genau, für wen das Geld gedacht ist. Üblich sind monatliche Beträge von etwa 15 bis 30 Euro, die Höhe bestimmen die Paten selbst.
- 🔸 Sachspenden: Futter, Decken, Kratzbäume oder Drogerie-Gutscheine. Am besten vorher direkt bei Monika Lüner nachfragen, was gerade gebraucht wird.
- 🔸 Geldspenden: Die aktuellen Daten stehen auf der Webseite.

Warum so ein Projekt wichtig ist
Nicht jede gerettete Katze findet noch einmal eine Familie. Manche brauchen viel Ruhe, andere dauerhafte Betreuung. Für sie braucht es Menschen, die langfristig Verantwortung übernehmen, an jedem Tag im Jahr, auch am Wochenende und an Feiertagen. Und es ist schön, wenn solche Menschen nicht ganz allein dastehen.

Wer mehr sehen möchte: Die Katzengeschichten und Bildergalerien geben einen guten Eindruck vom Leben dort.

Hier geht es zum → Katzenparadies Tennengau


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